Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S – Testbericht

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Der Jeep Compass ist jetzt auch mit Mild-Hybrid-Antrieb erhältlich. Ob er die versprochene Effizienz bietet und wie viel Jeep in ihm steckt, verraten wir im Test.

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Mit dem Compass hat Jeep einen kompakten SUV im Programm, der mit typischen Jeep-Eigenschaften und einem schnittigen Design punkten soll.

Nach dem Compass mit Plug-in-Hybrid-Antrieb gibt es den sympathischen Amerikaner jetzt auch mit einem Mild-Hybrid-Antrieb mit 1,5-Liter-Benzinmotor und E-Unterstützung.

Damit soll der Compass sparsamer als der 1,3-Liter-Multiair-Benziner mit gleicher Leistung (130 PS/96 kW) sein.

Preislich langt Jeep für den Mild-Hybrid-Antrieb aber ordentlich zu, trotz fünf Prozent weniger NoVA kostet er um rund 3.700,- Euro mehr als der Compass mit Mulitair-Motor.

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Bei einem Verbrauchsunterschied von rund einem Liter pro 100 Kilometern spart man bei einem Benzinpreis von 2,- Euro so erst nach rund 185.000 Kilometern, womit beim Kauf wohl eindeutig die CO2-Einsparung und nicht der Sparwille selbst im Vordergrund stehen werden.

Gönnt man sich auch noch die luxuriöseste Ausstattungslinie „S“, sollte man mindestens 47.340,-Euro für den Jeep-Händler seines Vertrauens bereithalten.

Dafür bekommt man aber auch ein wirklich sehr gut ausgestattetes Fahrzeug. Die Amerikaner waren in Bezug auf die Komfortausstattung den Europäern ohnedies immer sehr weit voraus, und so verhält es sich jetzt auch beim Compass.

Tolle Ausstattung

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Im Basispreis inkludiert sind unter anderem die sportliche Optik mit 19“-Alufelgen und schwarzem Fahrzeugdach, Ledersitze, eine elektrische Heckklappe, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein Keyless-System, Parksensoren vorne und hinten, das Uconnect-Infotainmentsystem mit 10,1“-Touchscreen und noch vieles mehr.

Noch mehr Komfort und Sicherheit haben unserem Testfahrzeug die klimatisierten und elektrisch verstellbaren Sitze sowie das Park- und Komfortpaket mit Autobahn-Assistent gebracht.

In Kombination mit der Metallic-Lackierung ist unser Testauto so auf einen Endpreis von 52.027,50 Euro gekommen.

Das Cockpit wirkt seit dem Facelift sehr modern, vor allem der freistehende 10,1“-Touchscreen ist dabei ein Eyecatcher.

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Er verfügt zudem über eine sehr einfache Bedienung und eine schöne Darstellung der Navi-Karten und Menüs. Man kann sogar wählen, ob man die Temperatur über den Touchscreen oder die getrennte Steuerung für die Klimaanlage regulieren möchte.

Es gibt zudem auch noch einen klassischen Drehknopf für die Lautstärke und die Sendersuche, was mittlerweile schon eine positive Ausnahme ist.

Wie für ein US-Auto gewohnt, gibt es auch viele Ablagen und genügend Getränkehalter, Jeep beweist damit einmal mehr, dass cooles Design und Funktionalität einander keinesfalls ausschließen müssen.

Top Sitze mit Klimatisierung

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Gut gefallen haben uns auch die bequemen Ledersitze, die mit einer Klimatisierung aufwarten können.

Das Platzangebot zeigt sich ebenfalls von einer sehr großzügigen Seite. Das Fassungsvermögen des Kofferraums liegt bei 438 Litern, womit auch einer großen Urlaubsreise nichts im Weg stehen sollte.

Um flott und effizient ans Ziel zu kommen, hat man dem Compass e-Hybrid einen neuen 1,5-Liter-4-Zylinder-Benzinmotor mit 130 PS (96 kW) spendiert, der mit zwei E-Motoren kombiniert ist.

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Zum einem kommt ein riemengetriebener Startergenerator, der für den reibungslosen Neustart des Benzinmotors bei niedrigen Geschwindigkeiten sorgt, und zum anderen ein 15 kW P2 eMotor, der ins Getriebe integriert ist, zum Einsatz.

Eine 48V-Batterie sorgt dafür, dass kurze Etappen, wie etwa das Einparken oder kurze Wege mit niedriger Geschwindigkeit rein elektrisch möglich sind.

Der Benzinmotor liefert bei 1.500 U/Min ein maximales Drehmoment von 240 Nm, der E-Motor soll mit einer Boost-Funktion für zusätzliche Schubkraft sorgen.

Auf Sparsamkeit getrimmt

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

In seiner Grundauslegung ist der Compass aber eindeutig auf Sparen getrimmt, was man auch im Fahrbetrieb deutlich merkt. Ohne den E-Boost wirkt der Motor eher gemütlich, und man muss schon kräftig aufs Gas steigen, um die Leistung zu spüren.

Damit animiert der kompakte SUV eher zum entspannten Dahingleiten und fördert eine recht entschleunigte Lebensweise.

Die komfortable Federung passt perfekt dazu, wobei der Compass dennoch jederzeit einen guten Kontakt zur Fahrbahn vermittelt und gut auf der Straße liegt.

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Sehr harmonisch ist auch das 7-Gang-Doppelkupplungsgetrie ausgelegt, welches mit sanften und schnellen Schaltvorgängen überzeugen kann.

Wer möchte kann via Automatikwahlhebel in einer getrennten Schaltgasse die Gänge auch selbst sortieren.

Ruft man die volle Leistung ab, sprintet man immerhin in 10,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 193 km/h schnell.

Wer seinen Fokus jedoch auf die Leistung legt, sollte sich vom Gedanken, ein sparsames Fahrzeug zu bewegen, allerdings verabschieden.

Verbrauch höher als angegeben 

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Wir sind es bei unserem Test zwar recht sachte angegangen, konnten den Verbrauch jedoch nicht unter 6,7 Liter pro 100 Kilometer bringen.

Verzichtet man auf jeden Funken Fahrspaß, sind die vom Werk angegebenen 5,6 bis 6,0 Liter aber durchaus im Bereich des Möglichen.

Bei der Sicherheitsausstattung zeigt der Jeep wieder Stärke, er verfügt über so gut wie alles, was derzeit in dieser Klasse erhältlich ist.

Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S
Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S (c) Stefan Gruber

Sogar ein Autobahn-Assistent, der ein pilotiertes Fahren ermöglicht, ist mit an Bord. Etwas Feintuning wäre jedoch beim Spurhalteassistenten angesagt, hier mahnt die Elektronik schon die Fahrspur zu halten, wenn man gefühlt nur zwei Zentimeter von der Fahrbahnmitte abweicht, auch wenn man vom Fahrbahnrand oder Mittelstreifen noch weit entfernt ist.

Der Jeep Compass e-Hybrid hat in unserem Test also einen durchaus durchwachsenen Eindruck hinterlassen. Auf der einen Seite wirkt er etwas träge, auf der anderen Seite kann er aber mit einer tollen Ausstattung und einem Wohlfühlambiente der Extraklasse überzeugen.

Zudem steht ihm das schicke und sportliche Design sehr gut, womit er für komfortbewußte Genießer sicher eine gute Wahl ist.

Was uns gefällt:

Der Innenraum, die Straßenlage, der Fahrkomfort, die Ausstattung, das Design

Was uns nicht gefällt:

Der etwas zäh wirkende Motor, manch zu eifrige Sicherheitsausstattung

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 3

Fahrleistung: 3

Fahrverhalten: 2

Verarbeitung: 1

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 1,

Kofferraum: 1-

Ablagen: 1

Übersichtlichkeit: 2

Technische Daten Jeep Compass e-Hybrid DCT7 S

Preis in Euro
Testwagenpreis ohne Extras 47.340,00
Testwagenpreis mit Extras: 52.027,50
davon Steuern 10.405,50
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.469
Leistung PS/KW 130/96
Max. Drehmoment Nm/ bei U/min 240/1.500
Getriebe 7 Gang Automatik
Antriebsart Frontantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 10,0
Höchstgeschwindigkeit in km/h 193
Durchschnittsverbrauch in Liter 5,6 – 6,0
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 128 – 136
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 440,4
Breite in cm 187,4
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 164,0
Radstand in cm 263,6
Kofferraumvolumen in Liter 438
Tankinhalt in Liter 48
Leergewicht in kg 1.615
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.150
Max. Zuladung in kg 535

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