Welche Auswirkungen der Strompreis auf E-Autos hat

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Die völlig absurde Entwicklung des Strompreises setzt auch Elektroauto-Besitzern zu. Welche Auswirkungen der Strompreis auf E-Autos hat und warum er so hoch ist, verraten wir in dieser Story.

Als beim Ausbruch des Ukraine-Kriegs die Kosten für Benzin und Diesel in Schwindel erregende Höhen geschossen sind, haben Besitzer von Elektroautos ein breites Grinsen aufgesetzt.

(c) Stefan Gruber/Dr. Marianne Skarics-Gruber

Jetzt, wo der Strompreis nach oben schnellt, ist auch den E-Auto-Besitzern das Lachen vergangen. Auf der Wien Energie-Seite wird der Strompreis derzeit mit einem Endpreis von 35,0782 Cent pro kWh angegeben.

Für ein E-Auto mit 60 kWh Akku sind somit schon jetzt 21,04 Euro zu bezahlen, oder umgerechnet 7,01 Euro pro 100 Kilometer. Mit einem 60 kWh-Akku kommt man im Schnitt 300 Kilometer weit, wie unsere Testberichte immer wieder deutlich zeigen.

E-Auto hat bei Ladekosten nur knapp die Nase vorn

Noch hat aber das Elektroauto dennoch die Nase vorn, immerhin gibt es nur wenige Fahrzeuge ohne Plug-in-Hybrid-Antrieb, die auf den äquivalenten Verbrauch von nur 3,5 Liter pro 100 Kilometer kommen, ausgehend von einem Benzinpreis von 2,- Euro pro Liter.

Steigt jetzt wie angekündigt der Strompreis weiter drastisch an, wird das Laden von einem Elektroauto aber schnell teurer als die Fahrt mit einem Auto mit Verbrennungsmotor. Mit sparsamen Hybrid-Modellen kommt man mit 4,3 bis 5,7 Liter pro 100 Kilometer über die Runden.

(c) Stefan Gruber

Bei einer Strompreissteigerung um 30% hat man dann gegenüber sparsamen Hybridmodellen wie etwa dem Toyota Yaris Cross keinen Kostenvorteil bei der Betankung/Ladung, steigt der Strompreis weiter an, wird es noch teurer.

Glücklich können sich natürlich jene schätzen, die ihren Strom für das E-Auto von der eigenen Photovoltaikanlage bekommen, hier macht ein E-Auto nach wie vor am meisten Sinn.

Aber warum ist der Strompreis auf einmal so hoch?

In Österreich werden rund dreiviertel der Energie aus erneuerbaren Quellen bezogen, womit wir eigentlich nicht auf die Stromgewinnung durch Gas angewiesen sind. Durch das absolut verrückte „Merit-Order-Prinzip“ müssen wir aber dennoch tief in die Taschen greifen.

Da ist es nämlich so, dass der Preis von jenem Kraftwerk diktiert wird, welches die höchsten Kosten hat, also derzeit von den Gaskraftwerken. Während unsere Politiker natürlich schnell bei der Einführung neuer Steuern – wie etwa der weltweit einmaligen NoVA auf Nutzfahrzeuge – sind, wird gegen dieses Prinzip der Bepreisung rein gar nichts unternommen.

Würde man dieses Prinzip auf andere Bereiche umlegen, müsste der Käufer eines Dacia Sandero zukünftig den gleichen Preis wie der Käufer eines Rolls Royce Phantom zahlen. Was sich jetzt absurd anhört, ist beim Strompreis aber ganz genau so.

Die Energiekonzerne machen natürlich die fettesten Gewinne aller Zeiten, und die Politiker reiben sich auch die Hände. Immerhin sind, um beim Vergleichsbeispiel zu bleiben, für den Rolls Royce deutlich mehr Steuern fällig als für den Dacia. Zur Abmilderung der enormen Kosten kündigt die Politik dann gratis Fußmatten für jeden Dacia-Käufer an.

Genau so sind die Almosen der Regierung zu sehen, die bei einem durchschnittlichen Haushalt nicht mal die Steuern auf den Strom ausgleichen. Das Einzige, was von der zuständigen Ministerin Eleonore Gewessler kommt, sind gute Tipps, wie statt warmes nun doch besser kaltes Wasser zu trinken. Mehr verhöhnen kann man die Bevölkerung ja kaum noch! 

Schwache Leistung der gesamten Regierung

Bei der Leistung unserer Regierung verwundert es auch kaum, dass unser Regierungschef Karl Nehammer in einem Welt-Ranking von Morning Consult als unbeliebtester Regierungschef das Ranking abschließt und noch deutlich hinter dem Partyskandal-Premier Boris Johnson gereiht ist.

Wer in der Schule nicht nur Singen, Klatschen und seinen Namen Tanzen gelernt hat, wird jetzt wohl schon sehen, dass die Bürger in Österreich auf ganzer Länge veräppelt werden, um es noch nett auszudrücken. Es werden im Jahrestakt neue Steuern eingeführt, die das Leben immer teurer machen, und die Politiker unternehmen rein gar nichts, um das Leben in diesem Land wieder leistbarer zu machen.

Die absolute Inkompetenz dieser Regierung zeigt sich einmal mehr bei der Inflation, die im Juli 2022 in Österreich auf 9,2 Prozent geklettert ist und damit um über 20 Prozent höher liegt als in Deutschland, wo man auf 7,5 Prozent kommt.

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