Kia Ceed 1,5 T-GDI GPF ISG 48V DCT7 Platin – Testbericht

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Frisch geliftet in den Frühling startet Kia mit seiner Kompaktikone, dem Ceed. Ob der Mai wirklich alles neu gemacht hat, lesen Sie in diesem Bericht.

Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin
Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin (c) Rainer Lustig

Nachdem vor Kurzem erst der neue Ceed SW in unserer Garage Einzug hielt, ist es natürlich schön und herausfordernd zugleich zu wissen, mit wem man es hier zu tun hat. Der Kia Ceed kommt auch wie sein rucksacktragender Bruder für unseren Test in Form des 1,5 Liter-Benziners in Kombination mit dem 7-Gang-DSG in der Topausstattung „Platin“. Diese ist neben der GT-Line und GT die höchste Ausstattungslinie für all jene, die nichts vermissen möchten, aber es nicht zu sportlich wollen.

Dennoch kann eines gleich vorweggesagt werden, mit seinen „zivilen“ 160 PS und der komfortablen, reisetauglichen Ausstattung, kann unser Ceed auch gaaanz anders. Ein bisschen Wolf im Schafspelz darf es ruhig sein.

Preislich startet der Kompakte in Platin gerüstet und in Kombination mit dem DCT7 bei 34.890,- Euro, 1.200 Euro billiger als der gleichnamige Ceed SW.

Aber bei Kia ist das Edelmetall nicht nur ein Name, denn allein beim Blick ins Interieur kratzt man schon sehr deutlich am Premiumstyling und puncto Ausstattungsdetails blättert man bei manchem Mitbewerber schon in der Optionsliste, falls dieses Feature überhaupt erhältlich ist.

Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin
Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin (c) Rainer Lustig

Bei uns beschränkt sich die Option auf die Lackierung und das Glasschiebe-Hubdach, was den Kaufpreis um 1.750,- Euro erhöht. Dabei ist die Serienausstattung derart umfassend, dass wir in diesem Bericht nicht einmal alle Highlights unterbringen.

Aber beginnen wir außen. Am deutlichsten erkennt man das Facelift am neuen Markenlogo und in der Frontansicht. Diese wirkt fast ein wenig aggressiv durch den schmäleren Kühlergrill, der die bekannte „Tigernose“ nur mehr andeutet. Schmale nach hinten gezogene Voll-LED-Scheinwerfer unterstreichen diesen dynamischen Aspekt.

In diesen Scheinwerfern sind neben dem Abblend- und Fernlicht auch der Blinker und die Nebelscheinwerfer inkludiert. Das Ganze kommt mit einer neuen Leuchtsignatur mit senkrechten Streifen. In Kombination mit der ebenfalls neuen Farbe „Splash Lemon“ wird unser Testwagen ein richtiger Blickfang im grauen Alltag.

Schön gestalteter Innenraum

Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin
Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin (c) Rainer Lustig

Dazu passt perfekt die schwarze Innenausstattung, die mit den schwarzen Hochglanzapplikationen sogar in den Türblättern und den satinierten Chromapplikationen wirklich sehr edel aussieht. Das Armaturenbrett zieren schwarze Steppnähte, was zusammen mit den Echtledersitzen, die mit dem zartgrauen Keder und den grauen Steppnähten toll verarbeitet wurden, echtes Premiumfeeling aufkommen lässt.

Noch dazu verfügen die Sitze nicht nur über einen perfekten Seitenhalt, sondern auch über eine dreistufige Heizung und für heiße Tage eine entsprechende Sitzlüftung, die uns knitterfrei ans Ziel bringt. Eine wirklich feine Sache und für dieses Segment eher untypisch.

Kia ist nicht nur Meister der Assistenzsysteme, der neue Ceed zeigt auch im Cockpit deutlich die koreanische Affinität zu allem, was computergesteuert ist. So wurde das klassische Armaturenbrett durch einen Supervision Cluster mit 12,3-Zoll Voll-TFT-Farbdisplay ersetzt. Dessen Anzeigen sind über das Multifunktionslenkrad konfigurierbar und passen sich dem gewählten Fahrmodus (Eco, Comfort, Sport) in Farb- und Gestaltungsdesign an.

Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin
Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin (c) Rainer Lustig

Das Multifunktionslenkrad macht seinem Namen alle Ehre und kann gleichsam alles steuern. Egal ob adaptiver Tempomat, Abstandsregelung oder Autobahnassistent, die Multimediaanlage oder was auch immer. Sogar Naturklänge können auf Tastendruck erschallen. Praktisch, wenn der Puls im Stau schon in besorgniserregende Höhen steigt.

Doch selbst dafür hat Kia eine Stop & Go-Funktion parat, die uns dezent darauf hinweist, dass es vor uns schon weiter geht. Die Konfiguration der Favoriten-Tasten am Lenkrad erfolgt über das große 10,25-Zoll große Multimediadisplay, auf welchem man gut einen längeren Stau oder Wartezeiten alleine nur beim Durchspielen der Einstellmöglichkeiten verbringen kann. 

In Sachen Ladekapazität macht sich bei unserem Ceed das Mild-Hybrid System bemerkbar. Dieses knabbert uns 38 Liter vom bestehenden Ladevolumen weg. Für den Alltag bleiben uns dennoch 357 Liter ohne umgeklappte Rückbank übrig. Wer Großes vorhat, bringt sogar Gepäck bis zu 1.253 Liter unter.

Viele praktische Details

Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin
Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin (c) Rainer Lustig

Überhaupt besitzt der Ceed genug Ablagen für alles Mögliche. Sehr praktisch konzipiert finden wir die induktive Ladeschale, die lediglich ein gummiertes Fach ist, was somit der Größe keinerlei Grenzen setzt.

Neu am Facelift ist die bereits erwähnte Mild-Hybrid-Motorisierung. Diese bleibt wie in unserem Fall aber nur dem 1,5 Liter-Benziner vorbehalten und kann nur in Kombination mit dem 7-Gang-DSG geordert werden. Die Dieselmotorisierung wäre ausschließlich als Mild-Hybrid, jedoch auch als Schaltgetriebe erhältlich. Wer auf den Plug-In-Hybrid spitzt, der muss derzeit noch auf den Ceed SW zurückgreifen.

Der Mild-Hybrid-Antrieb mit seiner 48 V-Lithium-Ionen-Batterie unterstützt den Turbobenziner nicht nur beim Antritt, sondern hilft ihm auch beim Spritsparen. So zeigt unser Bordcomputer Werte um die 5,6 bis 6,2 Liter im vorwiegenden Stadtbetrieb, was richtig angenehm in Anbetracht der Treibstoffpreise ist, denn immerhin wollen 160 Pferde gefüttert werden.

Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin
Kia Ceed 1,5 T-GDI 48V DCT7 Platin (c) Rainer Lustig

Dafür legen sie sich ordentlich ins Zeug und beschleunigen unser Testfahrzeug in 8,8 Sekunden auf 100 km/h. Das maximale Drehmoment von 253 Nm liefert der Kia bei 1.500 bis 3.500 Umdrehungen. Perfekt dazu abgestimmt ist das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe, das unbemerkt die Gänge wechselt und für ordentlichen Vortrieb sorgt.

Mit dem sportlich abgestimmten Fahrwerk des Ceed machen nicht nur Reisen auf Landstraßen, sondern auch in bergigen Gefilden großen Spaß. Die elektrische Servolenkung passt hier ebenfalls perfekt dazu, da sich das Ansprechverhalten an die Geschwindigkeit anpasst. So bietet der Kia optimalen Fahrkomfort und das bis zu 210 km/h.

Das Facelift des Kia Ceed ist insgesamt gut gelungen, besonders die Optik macht aus dem bis dato feschen, jedoch zivilen Kompakten einen schnittigen Alltagsbegleiter. Die technische wie auch die Komfortausstattung sucht in dieser Klasse ihresgleichen. Damit ist sein Gesamtwert von 36.640,- Euro kein Schnäppchen mehr, aber allemal gerechtfertigt.

Was uns gefällt:

Performance, Ausstattung, Farbe

Was uns nicht gefällt:

Mild-Hybrid-Benziner nicht mit Schaltgetriebe verfügbar

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 1-

Fahrleistung: 1

Fahrverhalten: 1

Verarbeitung: 1

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 1-

Kofferraum: 2

Ablagen: 1

Technische Daten Kia CEED 1,5 T-GDI GPF ISG 48V DCT7 Platin

Preis in Euro
Testwagenpreis ohne Extras 34.890,00
Testwagenpreis mit Extras: 36.640,00
davon Steuern 7.091,61
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.582
Leistung PS/KW 160/118
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 253/1.500-3.500
Getriebe 7-Gang-DSG
Antriebsart Frontantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 8,6
Höchstgeschwindigkeit in km/h 210
Verbrauch Stadt in Liter 6,9-7,5
Verbrauch Überland in Liter 4,8-5,1
Durchschnittsverbrauch in Liter 5,6-6,0
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 129
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 431,0
Breite in cm 180,0
Höhe in cm 146,5
Radstand in cm 265,0
Kofferraumvolumen in Liter 357-1.253
Tankinhalt in Liter 50
Leergewicht in kg 1.434
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 1.860
Max. Zuladung in kg 426

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