Porsche 911 Targa 4S PDK – Testbericht

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Der Targa verbindet beim Porsche 911 die Vorzüge von Coupé und Cabrio. Wir verraten in unserem Test, womit uns die Sportwagenlegende noch begeistert hat.

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Seit 1965 gehört der Targa zur 911er-Modellreihe wie das Amen zum Gebet, dennoch hat sich seither vieles getan.

Die neueste Generation des 911 Targa ist nicht nur die bislang stärkste, sondern auch die Dachkonstruktion hat sich in den letzten Jahrzehnten gründlich geändert.

Optisch besticht der neue 911 Targa mit der markanten Glaskuppel am Heck und den gewohnt breiten B-Säulen mit Targa-Schriftzug.

Im Vergleich zu den ersten Modellen, wo man das Dach noch händisch entfernt hat, wird das Dach der neuen Generation elektrisch geöffnet und geschlossen.

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Die aufwändige Konstruktion des Dachmechanismus zieht beim Betätigen des Daches alle Blicke der Passanten im näheren Umkreis auf sich.

Sehr praktisch beim Einparken ist, dass die Rückfahrkamera mit einem roten Balken anzeigt, wie viel Platz zum Hintermann bzw. zur Wand noch bleiben muss, damit das Dach geöffnet oder geschlossen werden kann.

Betätigt man den Dachmechanismus, klappt nämlich zuerst die Glaskuppel nach hinten, bevor sich das Dachelement mit leisem surren hochklappt und in dem dafür vorgesehen Fach im Heck verschwindet. (Siehe unser YouTube-Video)

Das Verdeck öffnet schnell

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Die ganze Aktion dauert gerade einmal 15 Sekunden, dann ist das Dach verschwunden, und man kann das Open Air-Vergnügen genießen.

Für unseren Test haben wir den 911 Targa 4S in Kombination mit dem 8-Gang-Porsche-Doppelkupplungsgetriebe gewählt. Der Listenpreis liegt bei 179.026,- Euro, lässt aber noch viel Spielraum für teure Extras.

Vermutlich hat zum Listenpreis noch kein einziges Fahrzeug das Werk verlassen, denn auch wenn einige Basics, wie etwa eine Klimaanlage oder ein Audiosystem mit Touchscreen, schon zur Serienausstattung gehören, wird der 911er erst durch die Fülle an Optionen zu einem optischen und technischen Highlight.

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Auf keinen Fall fehlen sollte das Sport Chrono Paket, welches für noch mehr Fahrspaß sorgt. Unser Testfahrzeug hatte aber noch viele weitere Highlights an Bord, wie etwas die LED-Matrix-Scheinwerfer, die Sportsitze Plus mit Klimatisierung, das Liftsystem für die Vorderachse, ein BOSE-Soundsystem oder die Carrera S-Räder mit 20“ bzw. 21“ Durchmesser.

Der Endpreis unseres Testfahrzeugs hat mit 212.226,80 Euro für den normalen Bürger schwindelerregende Höhen erreicht, wird aber potenzielle Käufer dennoch nicht abschrecken.

So ausgerüstet fehlt es einem auch an nichts mehr, außer einer nicht käuflichen Option, die einem ab einem gewissen Alter ein würdevolles Aussteigen ermöglicht. Die tiefe Sitzposition bietet natürlich bestes Sportwagen-Feeling, der Ausstieg ist aber nur für gelenkige Menschen oder nach viel Übung halbwegs elegant möglich.

Viel Platz für Fahrer und Beifahrer

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Fahrer und Beifahrer können sich aber über viel Platz freuen. Ein Highlight sind die extrem bequemen Sportsitze Plus mit Sitzkühlung und Sitzheizung. Man kann bei den Sitzen wirklich alles so einstellen, dass man bequem sitzt.

Egal ob Schenkelauflage oder die seitlichen Sitzwangen an Lehne oder Sitzfläche, alles ist individuell einstellbar.

Sehr gelungen ist auch das Cockpit, welches klassische Elemente mit modernster Technik verbindet. Der Drehzahlmesser sitzt immer noch mittig im Tacho und ist als einziges Element noch analog. Er wird von jeweils zwei digitalen Rundinstrumenten flankiert, deren Darstellung sich individuell anpassen lässt.

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Durch die vielen Funktionen des Porsche 911 Targa ist die Bedienung aber nicht ganz so einfach, vieles wird nur noch über den großen Touchscreen gesteuert, so dass es doch etwas Zeit benötigt, bis man alles Gewünschte gefunden hat.

Auf jeden Fall verbindet der Innenraum viel Luxus mit Sportlichkeit, und für den kurzen Wochenendtrip stehen unter der Fronthaube auch 132 Liter Stauraum zur Verfügung.

Das Highlight bleibt aber natürlich der Antrieb. In der neuesten Ausbaustufe liefert der 3,0 Liter 6-Zylinder-Turbobenziner im Targa 4S eine Leistung von 450 PS (331 kW).

Leistung im Überfluss

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Zwischen 2.300 und 5.000 U/Min stehen 530 Nm Drehmoment parat. Was sich am Papier äußerst nüchtern liest, zaubert wohl jedem Autofan in der Praxis ein mächtiges Grinsen ins Gesicht.

Gleich nach dem Start verwöhnt der Motor schon mit seiner Akustik und begrüßt einen mit einem Geröhre, dass schon vermittelt, dass der Motor nur darauf wartet seine gesamte Leistung zu entfalten.

Wer um 5.30 Uhr in der Früh von zu Hause los düst, wird allerdings nicht mehr den Preis für den besten Nachbarn der Straße erhalten.

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Dafür wird man aber mit atemberaubenden Fahrleistungen belohnt. In Kombination mit dem Sport Chrono Paket und dem PKD-Getriebe sprintet man in nur 3,6 Sekunden aus dem Stand heraus auf Tempo 100 km/h.

Nach 8,4 Sekunden erblickt man Tempo 160 km/h am Tacho, was in Österreich schon sehr teuer kommen kann. Wer weiterhin am Gas bleibt, erlebt nach nur 13,1 Sekunden Tempo 200 km/h und ist seinen Führerschein los, wenn gerade ein Polizist in der Nähe verweilt.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 304 km/h kann man zwar dem Polizei VW Touran locker davonbrausen, die Freude wird aber dennoch nicht lange währen.

Verschiedene Fahrmodi stehen zur Wahl

Porsche 911 Targa 4S PDK
Porsche 911 Targa 4S PDK (c) Stefan Gruber

Sehr beeindruckend ist auch das Sprintverhalten aus mittleren Geschwindigkeiten, es genügt nur ein Tipp aufs Gaspedal, und man wird auch bei Tempo 100 km/h noch in die Sitze gepresst.

Der Fahrer kann zudem aus verschiedenen Fahrmodi wählen, wobei schon im normalen Fahrmodus das Spaßpotenzial überdurchschnittlich hoch ist. Dank dem Allradantrieb wird zudem die Kraft jederzeit perfekt auf die Straße gebracht.

Um den 911 Targa aus der Ruhe zu bringen, muss man es schon übermäßig übertreiben, die Gesetze der Physik sind bei diesem Fahrzeug schon sehr weit ausgedehnt worden. Auch das 8-Gang-PDK-Getriebe kann jederzeit mit dem passenden Gang aufwarten und überzeugt mit blitzschnellen Schaltvorgängen.

Wer seinen Porsche 911 Targa zudem halbwegs normal bewegt, wird auch den vom Werk versprochenen Verbrauch von 10,4 Litern pro 100 Kilometer erreichen. Wenn man es lustig haben möchte und 14 Liter verbraucht, wird es einem bei einem Kaufpreis von über 200.000,- Euro aber auch nicht weh tun.

Der Porsche 911 Targa 4S PDK hat auf jeden Fall in unserem Test gezeigt, dass er auch in der neuesten Version noch Fahrspaß ohne Ende bietet.

Was uns gefällt:

Das Design, der Fahrspaß, die Leistungsentfaltung, der Innenraum, die Straßenlage, die Sitze, die Dachkonstruktion

Was uns nicht gefällt:

Der Preis und dass über 66.000,- Euro an Steuern beim Kauf fällig sind

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 3

Fahrleistung: 1

Fahrverhalten: 1++

Verarbeitung: 1

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 5

Kofferraum : 5

Ablagen: 3

Übersichtlichkeit: 3

Technische Daten Porsche 911 Targa 4S PDK

Preis in Euro
Testwagenpreis ohne Extras 179.026,00
Testwagenpreis mit Extras: 212.226,80
davon Steuern 66.865,97
Technische Daten
Zylinder 6
Hubraum in ccm 2.981
Leistung PS/KW 450/331
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 530/2.300 – 5.000
Getriebe 8 Gang Automatik
Antriebsart Allradantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 3,6
Höchstgeschwindigkeit in km/h 304
Durchschnittsverbrauch in Liter 10,4
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 236
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 451,9
Breite in cm 185,2
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 130,1
Radstand in cm 245,0
Kofferraumvolumen in Liter 132
Tankinhalt in Liter 67
Leergewicht in kg 1.640
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.055
Max. Zuladung in kg 415

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