Polestar 2 – Fahrbericht

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Die junge Automarke Polestar startet jetzt auch in Österreich, wir konnten schon vor dem Marktstart erste Fahreindrücke mit dem ersten Großserienmodell von Polestar sammeln.

Ursprünglich war Polestar für die Performance der Volvo-Modelle zuständig, jetzt ist daraus eine eigene Marke geworden, deren Anspruch es ist, den Individualverkehr nachhaltiger zu machen.

(c) Stefan Gruber

Als Tochterfirma von Volvo und Geely steht Polestar für eine ganz neue Form von Fahrzeug und Vertrieb. 2020 ist man in sieben europäischen Ländern gestartet, dieses Jahr kommen drei weitere Länder hinzu, darunter auch Österreich.

Das erste Modell wird der Polestar 2 sein, der als reines Elektroauto frischen Schwung in den immer heißer umkämpften E-Automarkt bringen soll.

(c) Stefan Gruber

Optisch kann der Polestar 2 die Verwandtschaft zu Volvo nicht ganz leugnen, dennoch wirkt er schon auf den ersten Blick sehr eigenständig. Die Mischung aus Fließhecklimousine, Coupé und SUV besticht mit sehr klaren Linien und zieht die Blicke auf sich, wie wir bei unserer ersten Ausfahrt festgestellt haben.

Auslieferung startet im Oktober

Zwar stehen schon Preise und Ausstattung fest, die ersten Kundenfahrzeuge werden aber erst im Oktober in Österreich ausgeliefert. Somit fällt der Polestar 2 noch sehr im Straßenbild auf, was sich aber sicher bald ändern wird.

(c) Polestar

Polestar geht mit dem Polestar 2 nicht nur neue Wege bei der Fertigung, sondern auch beim Vertrieb. Man kann die Fahrzeuge nur online kaufen, Probefahrten können aber bei ausgewählten Volvo-Händlern und den „Polestar Spaces“ unternommen werden.

Die Fahrzeuge kommen schon sehr komplett zum Kunden, lediglich kleinere Pakete sind optional noch möglich, wie etwa Brembo-Bremsen in Kombination mit einem speziellen Sportfahrwerk.

Polestar setzt auf Nachhaltigkeit

Sehr wichtig ist es für die junge Marke, auch die Nachhaltigkeit bei Fertigung und Vertrieb zu forcieren. Auch wenn die Autos in China gebaut werden, einem Land in dem weder Nachhaltigkeit noch Menschenrechte eine recht hohe Priorität haben, sollen sich die Polestar-Modelle von der Politik des Landes dennoch abheben.

(c) Stefan Gruber

So kommen serienmäßig im Innenraum nur vegane Materialien zum Einsatz, und bei der Auswahl der Lieferanten achtet Polestar nach eigenen Angaben auf faire Arbeitsbedingungen.

Es ist dabei sehr beeindruckend, wie hochwertig der Innenraum wirkt. Schon auf den ersten Blick findet man ansprechende Dekorelemente gepaart mit einem sehr modernen Look.

Neu und dennoch bekannt

Auch wenn etliche Elemente aus Volvo-Modellen bekannt sind, ist das Interieur in vielen Details sehr eigenständig. Der sportliche Charakter steht dabei ebenso im Fokus wie eine einfache Bedienung.

(c) Polestar

Neben einem digitalen Tacho gibt es auf der Mittelkonsole einen 11,15“ großen Touchscreen, über den sich so gut wie alles steuern lässt. Der Polestar 2 ist dabei das erste Fahrzeug der Welt, das mit dem Android Automotive OS Betriebssystem ausgerüstet ist.

So lässt sich das Fahrzeug einfach mit dem Google-Konto verknüpfen, und man kann über sein Smartphone das Fahrzeug entsperren, den Ladestatus prüfen und noch viele weitere Features abrufen.

(c) Stefan Gruber

Neben der einfachen Bedienung überzeugt das System auch mit einer schönen grafischen Darstellung. Zudem ist auch eine Sprachsteuerung möglich. Wer sich die Zeit an der Ladesäule vertreiben möchte, kann auch Google nach Witzen fragen, die zwar etwas flach, aber dennoch nicht unlustig sind.

Reichweite geht in Ordnung

Zum Glück ist die Reichweite aber durchaus akzeptabel, der Polestar 2 verfügt serienmäßig über eine 78 kWh große Batterie, die nach WLTP-Norm bis zu 470 Kilometer Reichweite verspricht. Wir sind auf realistische 400 Kilometer gekommen, was schon ein sehr brauchbarer Wert ist.

(c) Dr. Marianne Skarics-Gruber

Angetrieben wird der Polestar 2 von gleich zwei je 150 kW starken Elektromotoren, die Gesamtleistung liegt damit bei 408 PS (300 kW). Dadurch hat man auch einen elektrischen Allradantrieb zur Verfügung, der die enorme Schubkraft von 660 Nm gekonnt auf die Straße bringt.

In nur 4,7 Sekunden sprintet man von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 205 km/h limitiert. Durch die „One-Pedal“-Funktion kann man zu 99% auf eine Betätigung der Bremse verzichten. Sobald man den Fuß vom Gas nimmt, setzt die Rekuperation kräftig ein und bringt das Auto bis zum Stillstand.

Sportliche Auslegung

Fahrwerk und Federung sind sehr sportlich ausgelegt, was zum Charakter des Fahrzeugs aber gut passt. Das Raumangebot unterstreicht die sportliche Ausrichtung. Neben einem 405 Liter großen Kofferraum hat man vorne auch noch einen 35 Liter großen „Frunk“, wo man bequem die Ladekabel verstauen kann. So bleibt der Kofferraum fürs Gepäck frei.

(c) Dr. Marianne Skarics-Gruber

Natürlich verfügt der Polestar 2 auch über alle derzeit aktuellen Assistenzsysteme und hat ein 5-Sterne-Rating beim Euro NCAP-Crashtest erhalten.

Bei unserer ersten Ausfahrt hat der Polestar 2 also eine sehr überzeugende Vorstellung geboten. Mit einem Listenpreis von 55.900,- Euro ist er auch im Segment der Konkurrenten, wie etwa dem BMW i4 oder dem Teslo Model 3, angesiedelt. Mit seinem skandinavischen Design und den nachhaltigen Materialien hebt sich der Polestar 2 aber wohltuend von seinen Konkurrenten ab.

Bildergalerie: Polestar 2 – Fahrbericht
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