Die Entwicklung des Lenkrads

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Seit Beginn des Automobils hat sich die Hauptaufgabe des Lenkrads nicht verändert, dennoch ist seine Entwicklung beachtlich, wie unsere kleine Zeitreise zeigt.

Bei der Entwicklung des Automobils hat sich das Lenkrad sehr schnell als ideales Werkzeug zur Richtungsänderung etabliert.

(c) Stefan Gruber

Zu Beginn hat ein Lenkrad meist aus Massivholz bestanden, welches von Metallspeichen zusammengehalten wurde. In der Mitte des Lenkradkranzes prangte oft das Logo des Herstellers.

So wie die Autos selbst, haben sich auch die Lenkräder von Hersteller zu Hersteller unterschieden. Auch wenn es nur kleine Nuancen waren, so war doch jedes Lenkrad einzigartig.

(c) Stefan Gruber

Die Lenkräder waren dabei meist fix angebracht und hatten einen großen Durchmesser. Durch den großen Durchmesser sollte der Kraftaufwand, der zum Lenken der teilweise sehr schweren Fahrzeuge nötig war, reduziert werden.

Servolenkung erleichtert das Lenken

Erst im Jahr 1951 sorgte im Chrysler Imperial die erste Servolenkung für eine Reduzierung des nötigen Kraftaufwands zum Steuern eines Fahrzeugs. Die Servolenkung setzte sich auch sehr rasch in Amerika durch, immerhin waren in den 50er-Jahren die US-Straßenkreuzer sehr groß und schwer.

(c) Stefan Gruber

Schon weitaus früher als die Servolenkung hat es das „Multifunktionslenkrad“ gegeben. Auch wenn es die wenigsten glauben werden, aber schon sehr früh konnte man über Drehregler und Schieber am Lenkrad verschiedene Funktionen steuern.

Damals hat es zwar weder Autoradio noch Tempomat gegeben, aber man konnte zum Beispiel das Standgas variieren oder auch andere Motoreinstellungen via Schieber am Lenkrad regulieren.

Auch das Material des Lenkrads hat sich schon früh verändert, obwohl auch heute noch einige Hersteller wie etwa Morgan auf eine Verbindung aus Holz und Metall beim Lenkrad setzen.

(c) Stefan Gruber

Nach dem Holz ist Bakelit mit praktischen Griffmulden auf der Rückseite der Lenkrad-Trend gewesen, dem es zu folgen galt. Die Lenkräder sind dabei auch immer kleiner und zarter geworden.

Lenkräder werden sicherer

In den 50er- und 60er-Jahren, als sich Hersteller und Politik vermehrt mit der Unfallforschung auseinandergesetzt haben, hat man das Lenkrad schnell als Übeltäter für fatale Folgen bei einem Autounfall erkannt.

Seit diesem Zeitpunkt haben sich die Lenkräder massiv geändert. Zu Beginn hat man auf große und weiche Pralltöpfe in der Mitte des Lenkrads gesetzt und vermehrt statt Bakelit auch weichen Kunststoff verwendet.

(c) Stefan Gruber

Ab 1974 haben in Amerika die ersten Fahrzeuge mit Airbag die Showrooms der Hersteller erreicht. Die recht teure Option hat aber nicht sehr viele Fans gefunden. Erst als die US-Regierung wieder einmal als Vorreiter für Sicherheit ab 1997 den Einbau von Airbags gesetzlich vorgeschrieben hat, haben sich die Rückhaltesysteme weltweit durchgesetzt.

Bei uns war die Mercedes S-Klasse der Baureihe W126 das erste Fahrzeug, das mit Airbags erhältlich war. Mit den Airbags sind die Lenkräder wieder größer und massiver geworden, optisch waren die ersten Airbag-Lenkräder nicht gerade eine Augenweide.

(c) Stefan Gruber

Die Airbaglenkräder haben zudem der Zubehörbranche einen wichtigen Umsatzfaktor genommen. Mit diesen Lenkrädern ist nämlich die Zeit der kleinen Sportlenkräder, die viele Kunden gerne statt der üblichen Serienlenkräder gekauft haben, vorbei gewesen.

Airbag und Design sind kein Wiederspruch

Erst später hat man trotz Airbags bei den Lenkrädern wieder Ästhetik und Sicherheit vereinen können, zudem sind die Lenkräder auch vermehrt zu nützlichen Schaltzentralen geworden.

Die ersten Multifunktionslenkräder hatten meist zwischen den Speichen noch Satelliten für die Steuerung von Radiolautstärke oder Tempomat platziert. Später sind diese Tasten in die Speichen gewandert.

(c) Stefan Gruber

So konnte man bequem während der Fahrt die Lautstärke des Radios oder den Sender wechseln. Mit der Bluetooth-Technologie ist dann auch die Bedienung des Telefons via Lenkradtasten hinzugekommen.

Aber auch Tempomat oder der Bordcomputer können seit vielen Jahren über die Tasten im Lenkrad gesteuert werden. Bei einigen Herstellern sind die altbewährten Tasten aber auch schon aufs Abstellgleich geschoben worden, und es haben „Slider“ und „Touchpads“ am Lenkrad Platz gefunden.

Bei vielen Herstellern sind schon mehr Tasten am Lenkrad, als im restlichen Armaturenbrett zu finden, was uns deutlich zeigt, dass man hier mittlerweile schon über das Ziel hinausgeschossen ist.

Moderne Lenkräder

Die letzte wirklich coole und funktional überzeugende Neuerung beim Lenkrad hat Peugeot mit dem i-Cockpit eingeführt, bei dem ein kleines Lenkrad mit wenigen Bedientasten für ein Plus an Fahrspaß sorgt und auch beim Handling mit vielen Vorteilen punkten kann.

(c) Stefan Gruber

Eines kann man aber auf jeden Fall sagen: Das Lenkrad ist eines der wichtigsten Elemente am Auto, und es hat sich in den letzten 100 Jahren sehr stark verändert, auch wenn es (meistens) noch immer rund ist.

In unserer Diashow machen wir eine kleine Zeitreise und zeigen Lenkräder aus verschiedenen Jahrzehnten:

Bildergalerie: Die Entwicklung des Lenkrads
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