80 Jahre Jeep

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Dieses Jahr feiert die legendäre Offroadmarke Jeep ihren 80. Geburtstag, wir blicken auf die turbulente Geschichte der Marke zurück.

Im zweiten Weltkrieg benötigte die US-Armee sehr dringend ein leichtes Allradfahrzeug, welches bis zu vier Personen Platz bietet. Den Zuschlag hat Willys-Overland erhalten, der 1941 den ersten Jeep für den Militäreinsatz auf den Markt gebracht hat.

(c) Jeep

Der kleine Allradler hat mit einer Leistung von 60 PS für damalige Verhältnisse viel Kraft gehabt und im harten Gelände auf Anhieb überzeugt.

Schon während des zweiten Weltkriegs hat man aber mit dem Gedanken gespielt, den Jeep auch in einer zivilen Version anzubieten. Ab 1945 ist der CJ-2A vom Band gerollt, die Abkürzung CJ ist für „Civilian Jeep“ gestanden.

Der Ur-Jeep ist im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt worden, hat seine Grundzüge aber bis heute beibehalten. Über die Jahrzehnte ist aus dem CJ der Wrangler geworden.

(c) Jeep

Auch wenn der heutige Wrangler optisch noch Erinnerungen an den Ur-Jeep weckt, so ist er technisch ein komplett anderes Fahrzeug.

Auf Basis des CJ-2A sind mit dem Jeep Station Wagon und dem Jeep Pickup auch zwei weitere Versionen des klassischen Allradlers entstanden. Dennoch konnte sich Willys-Overland nicht über Wasser halten und wurde 1953 von Kaiser-Frazer aufgekauft.

(c) Jeep

Bis heute ist die Marke Jeep wohl durch mehr Hände gegangen als eine durchschnittliche 100-Dollar-Banknote. 10 Jahre nach der Übernahme wurde Kaiser-Frazer in Kaiser-Jeep umbenannt. Im Jahr 1970 kaufte AMC (American Motors Cooperation) das Unternehmen, hatte aber auch keinen großen Erfolg.

Im Jahr 1987 hat Chrysler die Firma AMC aufgekauft und Jeep unter der Jeep-Eagle Division vermarktet. Als 1998 Daimler-Benz Chrysler übernommen hat, ist die Marke Eagle verschwunden und Jeep unter dem Dach der Daimler Chrysler AG geführt worden.

Nach nur 9 Jahren hat Cerberus Chrysler übernommen, doch durch die Finanzkrise ist schon 2009 ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 über Chrysler verhängt worden. Fiat ist als Retter aufgetreten, und die Marke Jeep ist teil des FCA-Konzerns geworden.

Seit 2020 ist durch den Zusammenschluss von FCA und PSA die Marke Jeep Bestandteil von Stellantis. Deutlich kontinuierlicher ist Jeep in den letzten 80 Jahren aber bei seinen Modellen gewesen.

(c) Jeep

Ein Highlight in der Modellgeschichte ist dabei sicher der Jeep Wagoneer bzw. Grand Wagoneer. Der Wagoneer feierte 1963 seine Premiere und war noch vor dem Range Rover oder der Mercedes G-Klasse der erste sogenannte SUV.

Er hat Offroad-Qualitäten mit viel Luxus verbunden und etablierte sich schnell als gefragte Alternative zu klassischen Limousinen.

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Der Erfolg hat auch zu einer sehr langen Lebensdauer beigetragen, immerhin wurde das Fahrzeug bis 1993 verkauft. Im Laufe der Zeit hat sich aber viel getan, so ist der Wagoneer nicht nur optisch und technisch immer weiter verfeinert worden, es ist mit dem Grand Wagoneer ab 1984 auch eine noch luxuriösere Version auf den Markt gekommen.

Erst im Jahr 1993 hat der Grand Cherokee den Wagoneer/Grand Wagoneer abgelöst. Pünktlich zum 80. Geburtstag feiert aber auch der Wagoneer/Grand Wagoneer in diesem Jahr sein Comeback.

(c) Jeep

Schon zwei Jahre früher hat Jeep den Gladiator neu aufgelegt, dessen Wurzeln ebenfalls ins Jahr 1963 zurück reichen. Neben dem Wagoneer war auch der Gladiator auf Basis des Jeep CJ eine der Neuheiten des Jahres 1963.

Seit 1984 ist wiederum der Jeep Chrokee fixer Bestandteil des Jeep-Modellprogramms. Der Cherokee hat auch vom Start weg in Europa große Erfolge gefeiert.

(c) Jeep

Durch seine kompakten Abmessungen und die breit gefächerte Auswahl bei den Motoren war der Cherokee auch bei uns ein idealer Begleiter auf allen Wegen.

Er war deutlich komfortabler als der Wrangler, konnte aber dennoch mit guten Offroad-Qualitäten überzeugen. Auf Basis des Cherokee hat es auch den Jeep Comanche als Pickup gegeben, diese Version ist jedoch nie zu uns gekommen.

(c) Jeep

Nicht ganz so erfolgreich ist der 2006 präsentierte Commander gewesen, der mit seinem Design und den Abmessungen an den Grand Wagoneer erinnern sollte. Bereits 2010 hat Jeep diese Baureihe wieder eingestellt.

Deutlich erfolgreicher war Jeep ab 2007 mit dem Compass, der als kleinerer Bruder des Cherokee neue Kundenschichten ansprechen sollte. Dem Compass sehr ähnlich war der ebenfalls 2007 präsentierte Jeep Patriot, dessen Produktion aber 2016 ausgelaufen ist.

(c) Jeep

Seit 2014 hat Jeep mit dem Renegade ein neues Einstiegsmodell im Programm, welches nochmals unterhalb des Compass positioniert ist.

Der Renegade ist auf Anhieb zum Erfolg geworden, er verbindet das klassische Jeep-Design mit viel Platz auf kompaktem Raum. Seit diesem Jahr ist ein Allradantrieb aber nur noch in Kombination mit dem Plug-in-Hybrid-Antrieb zu haben, gleiches gilt auch für den Compass.

Die ersten 80 Jahre von Jeep waren auf jeden Fall sehr turbulent, wenngleich die Marke auch heute noch mit den Genen von damals überzeugt und ihre treuen Fans hat.

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