Skoda Enyaq iV – Fahrbericht

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Mit dem Enyaq iV bringt Skoda erstmal einen Elektro-SUV auf den Markt, wir konnten schon erste Fahreindrücke mit dem Allroundtalent sammeln.

Der Skoda Enyaq iV soll das Thema E-Mobilität beim traditionsreichen tschechischen Autobauer ganz neu aufrollen.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Er ist der erste Skoda auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des VW-Konzerns, womit er der direkte Bruder von VW ID.4 und Audi Q4 e-tron ist.

Das Design des Enyaq iV zeigt sich ganz im Stil der Marke und kann mit viel Dynamik und markanten Linien aufwarten. Er wirkt deutlich moderner als seine mit fossilen Brennstoffen betriebenen SUV-Brüder.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Der Enyaq iV soll mit drei Batteriegrößen, fünf Leistungsstufen und mit Heck- oder Allradantrieb auf den Markt kommen. Zum Start wird er jedoch nur in zwei Versionen erhältlich sein.

Zwei Versionen zum Start

Das Basismodell zum Start ist der Enyaq iV 60 mit 180 PS (132 kW) starkem Elektromotor und 62 kWh großer Batterie. Alternativ kann man den Enyaq iV 80 mit 204 PS (150 kW) und 82 kWh großer Batterie wählen.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Für eine erste Ausfahrt haben wir auch gleich den stärkeren Elektro-Skoda gewählt. Schon im Stand wirkt der Enyaq iV sehr dynamisch, was eventuell auch an der Velvet-Rot Metallic-Lackierung gelegen hat, die ihm sehr gut steht.

Gleich auf Anhieb hat der Stromer auch beim Platzangebot überzeugt, selbst in der zweiten Reihe hat der 464,9 cm lange E-SUV viel Raum in jede Richtung, ganz wie man es von Skoda gewohnt ist.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Das Kofferraumvolumen kann sich mit 585 bis 1.710 Litern Stauraum ebenfalls sehen lassen, damit kann man auch die große Urlaubsreise antreten, sobald Lockdowns und Reisebeschränkungen wieder vorbei sind.

Virtuelles Cockpit ist Serie

Wie schon der VW ID.4 verfügt auch der Enyaq über einen nur 5,3“-Digitaltacho und einem 13“-Touchscreen auf der Mittelkonsole. Bei Skoda wirkt das Cockpit aber deutlich hochwertiger und harmonischer als noch beim VW, lediglich der Griff zum Zuziehen der Türen ist aus billigen Hartplastik und passt so überhaupt nicht zum sonst so noblen Charakter des Fahrzeugs.

Vor allem der kleine Digitaltacho ist schön in die Cockpitlandschaft eingebunden, zudem gibt es noch klassische Schnellwahltasten unterhalb des Touchscreens.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Dr. Marianne Skarics-Gruber

Leider hat es Skoda auch beim Enyaq nicht geschafft, eine Kontrollleuchte für das Licht im Tacho unterzubringen, so muss man immer den Blick von der Straße und eine Hand vom Lenkrad nehmen, um zu prüfen, ob die Lichtautomatik auch wirklich die Scheinwerfer aktiviert hat.

Gerade bei nebeligem und trübem Wetter, wie wir es bei uns von Oktober bis Mai oft haben, versagt die Lichtautomatik nämlich kläglich, was man täglich im Straßenverkehr gut beobachten kann.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Dr. Marianne Skarics-Gruber

Sonst ist die Bedienung aber sehr intuitiv und einfach, und der Enyaq überzeugt im Stand auf jeden Fall. Das ändert sich auch nicht, wenn man den Elektromotor startet und den kleinen Stick für die Richtungswahl betätigt um loszufahren.

Der Elektromotor verfügt über eine Dauerleistung von 95 PS (70 kW), liefert aber eine maximale Nutzleistung von 204 PS (150 kW) und ein maximales Drehmoment von 310 Nm.

Fahrleistungen überzeugen

So sprintet man völlig geräuschlos und mit enormer Schubkraft in nur 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Aber auch beim Zwischensprint geht die Kraft nicht aus, und man kann ohne Probleme flott Überholmanöver tätigen.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h, was ausreichend sein sollte. Dank adaptiver Dämpferregelung kann man den Charakter des Fahrzeugs je nach Fahrmodus ändern.

Im Comfort-Modus ist der Enyaq eine Sänfte, während er im Sport-Modus zum knackigen Athleten wird. Ein Hit ist auch der Einschlag, der Enyaq ist wendiger als so mancher Kleinwagen.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Nicht ganz die hohen Erwartungen hat der Enyaq bei der Reichweite erfüllt. Laut Werk sollte man zwischen 499 und 536 Kilometer mit vollen 82 kWh-Batterien schaffen.

Reichweite nicht so hoch wie versprochen

Wir hatten bei Übernahme des zu 100% aufgeladenen Fahrzeugs eine realistische Reichweite von 380 Kilometern erreicht, was doch etwas stark von den Werksangaben abweicht.

Preislich ist der Enyaq iV recht akzeptabel positioniert, er startet bei 40.060,- Euro mit der kleineren Batterie und bei 46.470,- Euro mit der von uns getesteten größeren Batterie.

Skoda Enyaq iV
Skoda Enyaq iV (c) Stefan Gruber

Natürlich gibt es auch moderne Assistenzsysteme, und auch ein Head-up-Display mit Augmented Reality ist verfügbar. Es projiziert Richtungspfeile des Navis oder die Fahrspurmarkierung auf die Fahrbahn, um den Fahrer zu unterstützen.

Auf jeden Fall hat uns der Enyaq iV bei unserer ersten Ausfahrt überzeugt, Skoda hat mit dem geräumigen Elektro-SUV eine sehr interessante Alternative am heiß umkämpfen E-Auto-Markt im Programm.

Bildergalerie: Skoda Enyaq iV – Fahrbericht
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