Der Irrweg der E-Mobilität

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Europa möchte der Vorreiter bei der E-Mobilität werden und schon bald den Verbrennungsmotor von den Straßen verbannen. Warum dies ein Irrweg ist, verraten wir in diesem Bericht.

Die EU plant jetzt durch die Euro 7 Abgasnorm über die Hintertür das Aus für Autos mit Verbrennungsmotor. Eine unrealistische Messmethode, wo Autos Abgasziele unter Bedingungen erreichen müssen, die es im realen Leben bei nicht einmal einem Prozent der Autofahrer gibt, soll das Ende der Ära von Autos mit Verbrennungsmotor einläuten.

(c) Stefan Gruber

Es wäre ja nicht die erste wahnwitzige Idee aus Brüssel, die das Leben der Bevölkerung beeinträchtigt. Egal ob DSGVO, die jedes Surfvergnügen im Internet zunichte gemacht hat und bei Firmen einen bürokratischen Aufwand verursacht, der über jenen der Buchhaltung noch weit hinaus geht, oder die Beglückung mit unnötigen Assistenzsystemen im Auto, die oft mehr Unfälle verursachen als verhindern, die EU hat in den letzten Jahren mehr falsch als richtig gemacht.

Aber auch kein Wunder, wenn man schaut welche Politiker in der EU sind. Die ausrangierten Politiker aus jedem einzelnen EU-Land bekommen nach dem Karriereende im eigenen Land einen Versorgungsposten in der EU, wo sie weiter Unheil anrichten können. Allen voran die Präsidentin der EU, Ursula von der Leyen, die zuerst in Deutschland wie der Wanderpokal von einem Amt zum nächsten gereicht worden ist, und schlussendlich an der Spitze der EU zu finden war.

EU wieder mal am falschen Weg

Wenn die USA nach einem Präsidenten wie Donald Trump noch immer besser dastehen als die EU, ist das ein weiterer Beweis für das Versagen der EU. Vermutlich müsste ein Alpaka US-Präsident werden, damit die EU auch nur den Funken einer Chance hätte, wirtschaftlich die USA hinter sich zu lassen, aber selbst dies würde schwer werden, wenn man sich ansieht, was die EU alles plant.

Vielleicht möchte die EU mit der neuen Abgasnorm und der damit verbundenen Berichterstattung auch nur von der Pleite bei der Covid-Impfstoffbeschaffung ablenken, die ja wohl nicht schlimmer hätte laufen können. Wenn die EU bei der Impfrate nur knapp vor Bangladesch liegt, sollte einem das ja schon alles sagen. Zum Glück hat Boris Johnson sein Land noch rechtzeitig aus der EU gebracht, dort ist man deshalb um einiges weiter beim Impfen.

Aber zurück zum nächsten Eigentor der EU, bei dem man auf die Zukunft der Elektroautos setzt. Wir möchten Elektroautos nicht grundsätzlich schlecht machen, sie sind ein wichtiger Schritt für die Verbesserung der Umwelt, nur eben nicht das Allheilmittel.

Wie vieles im Leben, macht es nämlich auch beim Auto der Mix an Möglichkeiten aus. Für viele mag das Elektroauto die beste Wahl für die Fortbewegung sein, und das sollte man auch unterstützen. Aber für viele andere ist das E-Auto einfach unbrauchbar und wird es auch auf lange Sicht noch bleiben.

(c) Stefan Gruber

Auch wenn wir die altbekannte Frage, was die Gewinnung der Rohstoffe für die große Menge an Batterien für die Umwelt bedeutet, die Gefahr bei Unfällen und die Entsorgung der Batterien an deren Lebensende mal außer Acht lassen, wollen wir mal eine einfache Rechnung präsentieren, die sehr detailliert zeigt, welche Probleme eine komplette Umstellung auf E-Autos mit sich bringt – nur alleine in Österreich.

In Österreich sind derzeit rund 4,9 Millionen Pkw zugelassen, und durchschnittlich werden rund 13.000 Kilometer pro Fahrzeug im Jahr absolviert. Insgesamt werden also 63,7 Milliarden Kilometer mit dem Auto pro Jahr zurück gelegt.

Strombedarf würde sich deutlich erhöhen

Wären diese 4,9 Millionen Fahrzeuge Elektroautos, und rechnet man den Stromverbrauch von einem E-Auto mit nur 20 kWh pro 100 Kilometer, ergibt sich ein jährlicher Strombedarf für die Ladung der E-Autos von 12,7 Milliarden kWh oder umgerechnet 12.740 GWh.

Doch schon derzeit schwächelt unsere Energieversorgung, und wir schrammen jährlich mehrmals nur knapp an einem totalen Blackout vorbei. Dabei lag der gesamte Stromverbrauch in Österreich im Jahr 2020 bei gerade einmal rund 5.300 GWh pro Monat, auf private Haushalte entfallen davon rund 1.400 GWh pro Monat. Zudem berücksichtigt diese Rechnung ja noch nicht einmal die elektrisch betriebenen Nutzfahrzeuge, die noch hinzu kommen!

Und jetzt stellt sich die Frage, wo sollen die alleine für die Pkw benötigten zusätzlichen 12.000 GWh Strom für E-Autos in Österreich herkommen? Weltweit werden derzeit über 1.300 neue Kohlekraftwerke gebaut, um die gesteigerte Energienachfrage in einzelnen Ländern bewältigen zu können.

Kauft man in China ein E-Auto, hat man durch die Stromgewinnung durch Kohle eine schlechtere CO2-Bilanz als bei einem Cadillac Escalade V8, vor allem wenn man noch die Batterieerzeugung einberechnet. Nur was plant die EU, die ja auch auf alternative Energiegewinnung setzt?

Nehmen wir an, wir setzen auf Windenergie: Für die Gewinnung einer GWh benötigt man rund 167 Windräder. Somit brauchen wir alleine in Österreich für die Gewinnung von 12.740 GWh zusätzliche 2.127.580 Windräder!

Also abgesehen von der Ladeinfrastruktur, die enorm viel Geld und Ressourcen kostet, für viele aber dennoch unbrauchbar ist, wird die Frage der zusätzlich nötigen Energie wohl nicht in den nächsten 5 bis 10 Jahren geklärt sein.

Nachdem zudem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, kann man davon ausgehen, dass die Stromkosten drastisch steigen werden und damit das tägliche Leben um einiges teurer wird.

Deutlich sinnvoller wäre es also auch zukünftig nicht ganz auf den Verbrennungsmotor zu verzichten, denn nur mit einem Mix aus Elektro- und Verbrennungsmotor wird man etwas für die Umwelt tun. Das Elektroauto alleine verlagert nur ein Problem zum nächsten, ändert aber unter’m Strich rein gar nichts, wenn sich man die oben angeführte Rechnung ansieht.

 

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