Mini Cooper SD Countryman – Testbericht

Schlagwörter
Die Neuesten Beiträge
Autoguru.at auf Facebook

Ist der neue Mini Cooper SD Countryman ein wirklicher Landmann oder doch nur ein lauer Einheitsbrei?  Wir haben ihn uns für Sie näher angeschaut.

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Alles begann 1959 mit einem Stück Serviette beim Mittagessen, auf welche Alec Issigonis seine ersten Skizzen eines kompakten Kleinwagens zeichnete.

Schon bei seinem Vorfahren war klar: Ein Mini ist nie ein lauer Einheitsbrei im Autoalltag, sondern das Salz in der Suppe.

Ein Mini hat immer Saison. Besonders wenn er, wie in unseren Fall, der SUV der Familie ist. Also genau der richtige Untersatz in der kalten Jahreszeit.

Dank seiner unverkennbaren Proportionen gibt sich der neue Mini Countryman auf Anhieb als größtes Modell der englischen Traditionsmarke zu erkennen.

Unser Testfahrzeug, der Mini Cooper SD Countryman, hat einen Basispreis von 41.073 Euro. In unserem Fall ist das John Cooper Works-Paket und auch das Connected Navigation Plus-Paket mit dabei.

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Wie bei den Deutschbriten üblich, schlagen jedoch die Extras voll zu. Mit den verbauten Optionen kommt ein Gesamtpreis von 61.069 Euro zustande.

Unser Testfahrzeug besitzt die Union-Jack-Design Heckleuchten, LED-Frontscheinwerfer und LED-Nebelscheinwerfer, welche jetzt serienmäßig im kleinen Klettermax leuchten. So wie bei allen neuen Mini wurden die Blinker im Tagfahrlicht integriert.

Die optional erhältlichen adaptiven LED-Scheinwerfer mit variabler Lichtverteilung und Matrix-Funktion, die maßgeblich zur Sicherheit auf der Straße beitragen, gehören bei unserem Testwagen ebenfalls dazu.

Tolles Licht durch adaptive LED-Scheinwerfer

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Die LED Scheinwerfer sind dabei in vier Segmente unterteilt. Ab einer Geschwindigkeit von 70 km/h blendet der Scheinwerfer automatisch auf (wenn das System aktiviert ist).

Das ist bei modernen Autos zwar nichts Neues, aber durch diese vier Teilbereiche blenden die Scheinwerfer bei Gegenverkehr nicht ab, sondern blenden nur das Teilsegment, in welchem sich gerade der entgegenkommende oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer befindet, aus.

Der restliche Scheinwerfer bleibt im Fernlichtmodus und somit ein großer Teil des Sichtfeldes erhalten.

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Neu ist das Frontdesign des Mini. Klar, auch der Countryman zeigt im Interieur die klassischen Markenelemente, wie Rundinstrument oder die schon seit dem Réunion eingeführte Cockpitschalterreihe einschließlich dem in der Mitte angebrachten Startknopf.

Bereits die erste Countryman-Generation, welche bis 2017 gebaut wurde, war ein Erfolg. Die Mischung von Styling und Praktikabilität eines kleinen SUV‘s stieß natürlich auf großen Anklang bei der Käuferklientel.

Der kleine Kletterer hat sich mittlerweile sehr gut in die Mini-Modellfamilie integriert, und so ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass fast 30 Prozent der Neuzulassungen der Marke auf den Countryman fallen. Und welche Farbe passt zu einem feschen Landmann? Natürlich muss es Grün sein. Es ist die Autofarbe der Britischen Inseln. Im Falle des Testwagens heißt die Farbe Sage Green metallic.

Sportlicher Trim beim Testfahrzeug

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Das nächste Highlight bei unserem Testfahrzeug ist das John Cooper Works Trim, das die Dynamik unseres Cooper SD unterstreicht und aus ihm einen richtigen Hochbeinracer macht.

Dieses umfasst neben dem speziellen JCW Lederlenkrad, einem Heckspoiler und dem Aerodynamic Kit auch noch sensationell bequeme und gut konturierte Sitze.

Mit dem neuen Connected Navigation Plus-System hat man wirklich umfassende Services rund um das Fahrzeug und die Navigation. Praktisch versteckt wurde die induktive Ladeschale in der kleinen Mittelarmlehne.

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Das im Rundinstrument beherbergte Multimediasystem kann sehr gut per Spracheingabe gesteuert werden.

Wie schon eingangs erwähnt, sind die optional erhältlichen JCW-Sitze sehr bequem und bieten, ganz wie es für ein Gokart sein soll, einen hervorragenden Seitenhalt.

Die Sitze sind manuell verstellbar mit der Möglichkeit, auch die Sitzfläche verlängern zu können. Im Fond können drei Passagiere Platz nehmen. Die Beinfreiheit erweist sich für einen kleinen SUV als erstaunlich gut, aber es empfiehlt sich eher zu viert zu reisen, da der mittlere Sitzplatz hinten doch eng ist.

Viel Platz im Mini

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Beim Laderaum bietet der 5-Türer eine Kapazität zwischen 450 und 1390 Litern. Durch das Umklappen der im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Fondsitzlehnen lässt sich das Gepäckraumvolumen nach Bedarf sehr individuell den Erfordernissen entsprechend verändern.

Die jüngsten Motorengenerationen erfüllen bei Mini allesamt die Abgasnorm Euro 6. In unseren Fall treibt den Landmann ein zwei Liter Selbstzünder mit kräftigen 190 Pferdchen voran.

Das acht Gang Steptronic-Getriebe ist beim Cooper SD serienmäßig und passt hervorragend zum Selbstzünder. Um das Paket abzurunden, hat unser Hochbeiner das Allradsystem All4. Mit knapp 200 PS ist man sehr gut motorisiert, es ist die stärkste Variante bei den Dieselmotoren.

Mini Cooper SD Countryman
Mini Cooper SD Countryman (c) Rainer Lustig

Der Mini fährt sich sportlich sehr gut, liegt satt auf der Fahrbahn, und seine direkte Lenkung gibt einem das Gefühl, ein Gokart zu fahren. Er macht einfach nur Spaß! Zum agilen Fahrgefühl trägt natürlich auch sein recht geringes Gewicht von 1.535 Kilogramm bei. Der kleine SUV zirkelt so präzise durch die Kurven.

Beim Sport-Modus verändert sich auch der Klang des Selbstzünders, er klingt dann sehr sportlich und kernig.

Doch nun zu den Werten auf dem Papier. Der Engländer beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 7,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 226 km/h beziffert. Den Drittelmixverbrauch geben die Engländer mit 4,5 Liter an, wir konnten einen Wert von 6,6 Litern vom Bordcomputer ablesen.

Wer einen stylischen kleinen SUV sucht, sollte sich den Mini Cooper SD Countryman einmal genauer ansehen. Es lohnt sich!

Was uns gefällt:

Styling, das Interieur, das John Cooper Works-Ausstattungspaket

Was uns nicht gefällt:

Ladeschale für manche Handys nicht benützbar, adaptiver Tempomat, der doch recht hohe Preis

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 1

Fahrleistung: 2

Fahrverhalten: 1

Verarbeitung: 1

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 2

Kofferraum: 1

Ablagen: 1

Übersichtlichkeit: 2

Fact Box Mini Cooper SD Countryman

Preis in Euro
Testwagenpreis ohne Extras 41.073,00
Testwagenpreis mit Extras: 61.069,00
davon Steuern 12.707,00
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.995
Leistung PS/KW 190/140
Max. Drehmoment Nm bei U/min 400/1750–2500
Getriebe 8-Gang-Steptronic mit Doppelkupplung
Antriebsart Allrad
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 7,9
Höchstgeschwindigkeit in km/h 226
Verbrauch Stadt in Liter 4,7–4,5
Verbrauch Überland in Liter 4,3–4,1
Durchschnittsverbrauch in Liter 4,5–4,2
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 117–111
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 429,7
Breite in cm 182,2
Höhe in cm 155,7
Radstand in cm 267,0
Kofferraumvolumen in Liter 450-1390
Tankinhalt in Liter 51
Leergewicht in kg nach DIN 1.535
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.105
Max. Zuladung in kg 570

Bildergalerie: Mini Cooper SD Countryman – Testbericht
Empfohlene Beiträge auf Autoguru.at:
Schlagwörter
Autoguru.at auf Facebook
Diesen Beitrag teilen:
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on xing
Share on whatsapp
Scroll to Top