Warum die neue NoVA der Umwelt nichts bringt

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Ab diesem Jahr werden Autos und Nutzfahrzeuge unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes erheblich teurer. Warum dies mit Umweltschutz nichts zu tun hat, verraten wir hier.

Wir haben schon Ende 2020 ausführlich über die neuerliche Erhöhung der NoVA von 2021 bis 2024 berichtet, jetzt haben wir auch ein paar Beispiele, warum dies nur eine reine Abzocke ist und mit Umweltschutz nichts zu tun hat. Dass das Geld nicht zweckgebunden eingesetzt wird, lassen wir da schon mal außer Acht, kommt aber auch noch als weiterer Witz hinzu.

Die Nr. 1 in den USA (c) Ford

Bei der Bekämpfung der Pandemie hat unsere Regierung, trotz aller unverständlicher und nicht nachvollziehbarer Regelungen, doch noch so viel Weitblick, als dass man weiß, dass die Pandemie erst mit einer Durchimpfung von rund 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung eingedämmt werden kann.

Auf der anderen Seite glaubt die gleiche Regierung offenbar, dass Österreich mit einer massiven Verteuerung von Kraftfahrzeugen das Weltklima retten wird. Wie absurd das ist, zeigen ein paar Beispiele sehr deutlich.

So hat das US-Automagazin „Car and Driver“ vor wenigen Tagen die Liste der meistverkauften Autos in den USA im Jahr 2020 präsentiert. Auch in den USA hat die Pandemie die Verkaufszahlen deutlich zurückgehen lassen, dennoch ist die Hitparade der verkauften Autos sehenswert.

Die Top 3 bestehen nämlich aus Ford F-150, Chevrolet Silverado und Ram 1500. Bei der Motorisierung kann man durchwegs von 6- oder 8-Zylinder-Motoren ausgehen, die im Schnitt eine Leistung von 290 bis 400 PS haben, manche sogar noch mehr.

Die Nr. 2 in den USA (c) Chevrolet

Und jetzt kommen wir zu den Verkaufszahlen: Vom Ford F-150 sind 787.422 Exemplare im Jahr 2020 verkauft worden. Insgesamt sind vom meistverkauften Fahrzeug der USA damit 2020 dreimal so viele Fahrzeuge neu zugelassen worden, als von allen Fahrzeugen in ganz Österreich.

Aber selbst von der Nr. 2, dem Chevrolet Silverado (586.675 Exemplare) und der Nr. 3 dem Ram 1500 (563.676 Exemplare) sind jeweils mehr als doppelt so viele Fahrzeuge zugelassen worden, als gesamt in Österreich im Jahr 2020. Insgesamt sind von den Top 3 in den USA also 1.937.773 Exemplare in nur einem Jahr verkauft worden. Das sind in etwa so viele Autos wie man in Österreich in über 6 Jahren gesamt neu zugelassen hat.

Die Nr. 3 in den USA (c) FCA

Zudem sind für jedes einzelne dieser Autos in den USA weitaus weniger Steuern fällig, als bei uns im Schnitt die NoVA für einen durchschnittlichen Familien-Van ausmacht. Durch die weiten Distanzen, die man in den USA zurücklegt, fahren die Besitzer dieser Autos wohl oft in der Woche mehr Kilometer als bei uns so mancher im ganzen Jahr.

Wie sinnbefreit also die Erhöhung der NoVA bei uns ist, zeigt sich schon anhand dieses Beispiels sehr deutlich.

Auf der anderen Seite der Welt, in China, werden pro Woche ebenfalls mehr Autos zugelassen als jährlich in Österreich, hinzu kommt, dass in China derzeit hunderte Kohlekraftwerke in Bau sind und in den nächsten Jahren ans Netz gehen. Während man in Europa diese Energiegewinnung zurückfährt, wird sie in China also um ein Vielfaches forciert.

Und jetzt sind wir im Mini-Land Österreich genau die, die für ein neues Auto mehr zahlen als alle anderen, damit das Klima geschont wird. Wäre diese Entscheidung der Regierung nicht so traurig, könnte man ja an einen Faschingsscherz glauben und sich vor Lachen auf die Schenkel klopfen.

Nicht falsch verstehen, man muss etwas für den Klimaschutz tun, nur muss dies auf der ganzen Welt passieren, und nicht nur indem man bei uns alles exorbitant teuer macht. Die Pandemie werden wir auch nicht stoppen, wenn sich in Österreich nur 8.000 Menschen impfen lassen und der Rest nicht.

Und genau dieses Verhältnis haben wir, wenn man die Bevölkerung in Österreich mit den Menschen weltweit vergleicht. Es macht daher für die Umwelt überhaupt keinen Sinn, wenn wir die Preise für Autos und Nutzfahrzeuge so massiv in die Höhe treiben, während sich der Rest der Welt an Full-Size-Pickups mit 400 PS erfreut und Kohlekraftwerke in schwindelerregender Anzahl gebaut werden.

Fazit: Unsere Regierung glaubt nicht, dass es reicht, wenn sich 8.000 Menschen in Österreich gegen COVID-19 impfen lassen, ist aber offenbar felsenfest davon überzeugt, dass wir das Weltklima mit der NoVA-Erhöhung retten, auch wenn es den gleichen Effekt hat wie die 8.000 Menschen, die sich gegen die Pandemie impfen lassen – nämlich keinen!

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