VW ID.4 – Fahrbericht

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Der ID.4 ist das zweite ID-Modell von VW und ab März 2021 bei uns erhältlich. Wir konnten schon jetzt erste Fahreindrücke sammeln, und verraten, wo die Stärken und Schwächen liegen.

Nach dem ID.3 kommt im März 2021 der VW ID.4 als zweites Modell der ID-Baureihe auf den Markt. Der SUV soll dabei mit mehr Platz und einer höheren Bodenfreiheit Kunden ansprechen, denen der ID.3 zu klein ist.

(c) VW

Optisch wirkt der ID.4 deutlich harmonischer und dynamischer als der ID.3. Die Frontpartie zeigt sich zwar recht ähnlich, das Heck besticht aber mit deutlich mehr Esprit als beim ID.3.

Wir konnten jetzt schon erste Fahreindrücke mit dem ID.4 First Edition sammeln. Schon beim ersten Blick in den Innenraum merkt man, dass das Platzangebot wirklich sehr großzügig ausgefallen ist.

(c) Stefan Gruber

Selbst im Fond hat man noch in jede Richtung viel Platz, und das Kofferraumvolumen ist mit 543 Litern Stauraum auch sehr großzügig dimensioniert. Durch Umklappen der Rücksitze kann man sogar bis zu 1.575 Liter Stauraum erhalten.

(c) Stefan Gruber

Das riesige Panoramadach und ein auf das Nötigste reduziertes Cockpit vermitteln zudem ein noch luftigeres Raumgefühl.

(c) Stefan Gruber

Auch der Farbmix und die Qualitätsanmutung haben uns beim ID.4 deutlich besser gefallen als noch beim ID.3. Die bequemen Sportsitze verfügen zudem über tierfreie Sitzbezüge, womit auch das Herz von Tierliebhabern höher schlagen wird.

Beim Cockpit setzt VW beim ID.4 auf die gleichen Komponenten wie beim ID.3, vor dem Fahrer befindet sich ein kleiner Digitaltacho, der am rechten Eck auch den Drehregler für die Fahrstufen angebracht hat.

In der Mittelkonsole ist je nach Ausstattung ein 10“- oder 12“-Touchscreen, über den alle Funktionen gesteuert werden. Wie schon beim ID.3 überzeugt auch beim ID.4 dieses System nicht.

(c) Stefan Gruber

Die Menüführung ist kompliziert, und man kommt nun deutlich umständlicher ans Ziel als früher mit normalen Tasten für Klimatisierung, Radio oder Sitzheizung. Zudem reagiert der Touchscreen nur sehr träge, selbst das Scrollen der Radiosender hat gehakt und war nicht flüssig möglich.

Auch die Temperatur- und Radiolautstärkensteuerung via „Slider“ unterhalb des Touchscreens bringt keinerlei Vorteile gegenüber normalen Drehreglern. Selbst für einfache Funktionen, wie etwa dem Aufrufen des Tageskilometerzählers, muss man sich durch den Menüdschungel wühlen, um ans Ziel zu kommen.

(c) Stefan Gruber

Deutlich positiver wird man gestimmt, sobald sich der VW in Bewegung setzt. Es gibt keinen Startknopf, ein Druck aufs Bremspedal reicht aus, um das Fahrzeug zum Leben zu erwecken.

Derzeit ist der ID.4 nur mit 204 PS (150 kW) starkem Elektromotor, Heckantrieb und 77 kWh großer Batterie verfügbar. Diese Kombination passt aber recht gut, und man erlebt mehr als genug Fahrspaß.

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 8,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h elektronisch begrenzt. Beeindruckend sind die Beschleunigungswerte beim Zwischensprint.

(c) Stefan Gruber

Immerhin liefert der Motor ein maximales Drehmoment von 310 Nm, und so hat man nie das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Durch den niedrigen Schwerpunkt liegt der ID.4 auch perfekt auf der Straße und ermöglicht hohe Kurvengeschwindigkeiten.

Die sehr direkte Lenkung und der kleine Wendekreis von nur 10,2 Metern machen den ID.4 auch sehr wendig. Ein Hit ist auch die Geräuschdämmung, der ID.4 ist in jeder Situation innen sehr leise.

Nicht ganz die hohen Erwartungen hat der ID.4 aber bei der Reichweite erfüllt. Von den vom Werk angegebenen 487 bis 517 Kilometern sind wir weit entfernt gewesen. Bei einer Außentemperatur von 4 Grad plus hatten wir mit vollen Batterien nur noch eine Reichweite von 330 Kilometern am Display stehen.

(c) Stefan Gruber

Diese haben wir dann aber auch trotz Autobahnetappe und hügeligen Landstraßen erreicht. Wenn man eine Schnellladestation mit bis zu 125 kW Ladeleistung findet, sollte man innerhalb von 38 Minuten die Batterien auf 80 Prozent aufladen können. Auch dies wird in der Praxis aber nur schwer realisierbar sein.

Immerhin gibt VW 8 Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie auf die Batterien, jedoch nur für 70% der Leistung. Der Kunde muss also damit rechnen, dass nach einigen Jahren die maximale Reichweite bei nur noch 231 Kilometern liegt, womit man schon weit von den ursprünglich versprochenen 517 Kilometern entfernt ist.

Unsere erste Ausfahrt mit dem ID.4 hat gezeigt, dass er deutlich hochwertiger als der ID.3 ist und auch viel mehr Platz bietet. Zudem hat man viel Fahrspaß und eine perfekte Geräuschdämmung.

(c) VW

Preislich startet der ID.4 First Edition bei 45.490,- Euro, unser Testfahrzeug hatte die Max-Ausstattung und sich damit mit 54.990,- Euro zu Buche geschlagen.

Mit an Bord sind dann aber schon neben den bereits erwähnten Features noch 21“-Leichtmetallfelgen, die IQ.Light Matrix-Schweinwerfer, ein Head-up-Display und alle gängigen Assistenzsysteme.

Ab März geht der ID.4 an den Start, weitere Motorisierungen und Ausstattungslinien werden folgen, das vorläufig günstigste Modell mit 77 kWh-Batterie und 204 PS wird in Basisausstattung 43.970,- Euro und in Topausstattung 56.790,- Euro kosten.

Bildergalerie: VW ID.4 – Fahrbericht
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