Wie die NoVA-Erhöhung uns alle Geld kostet

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Ab nächstem Jahr verteuert die Regierung nicht nur Privatfahrzeuge, auch Handel und Gewerbe sind von massiven Mehrbelastungen betroffen, die uns alle Geld kosten werden.

Wir haben schon über den NoVA-Wahnsinn  ab 2021, den uns die Regierung in dieser schlechten Zeit aufbrummt, berichtet, dabei aber vor allem die Nachteile für private Pkw-Käufer dargelegt.

(c) Hersteller

Die WKO hat jetzt auch ein paar Rechenbeispiele geliefert (siehe WKO-Seite), wie sich Nutzfahrzeuge für Handel und Gewerbe verteuern.

Was das Dramatische an diesem Umstand ist: Diese Kosten werden alle Österreicher tragen müssen, egal ob sie ein Auto besitzen oder nicht, sogar die Autohasser aus der Grünen-Wählerschicht werden von diesen Kosten betroffen sein.

Warum uns alle die Kosten treffen werden, ist sehr leicht erklärt: Die Einhebung der NoVA auf Nutzfahrzeuge beschert den Gewerbetreibenden massive Mehrkosten, die sie natürlich auf ihre jeweiligen Produkte aufschlagen werden.

Wer also nicht als Selbstversorger in der einsamen Waldhütte lebt, der wird in seinem täglichen Leben mit Mehrkosten konfrontiert sein. Die Bandbreite reicht vom Paketdienst, über den Bäcker, bis zum Installateur oder dem Elektriker.

In Summe wird also jedes Produkt und jede Dienstleistung in den nächsten Jahren um einiges teurer werden, was sich insgesamt für jeden Bürger zu einer beträchtlichen Mehrbelastung auswirken wird.

Laut Berechnung der WKO wird zum Beispiel für einen Fiat Ducato Maxi mit Doppekabine als Dreiachskipper mit 2,3 Liter Mulitjet 180-Motor die NoVA bis 2024 von derzeit 0,- Euro auf 21.281,80 Euro erhöht.

Aber auch ein Mercedes Sprinter Kastenwagen 314 CDI Hochdach in Langversion kostet ab 2024 um 17.026,00 Euro mehr als bisher.

Auf den Kaufpreis berechnet kann man sagen, dass Nutzfahrzeuge bis 2024 um rund 50 Prozent teurer werden, als sie es derzeit sind. Jeder, der in der Schule nicht nur singen und seinen Namen tanzen gelernt hat, kann sich leicht ausrechnen, wie sich das auf alles auswirken wird.

Man muss ja nur mal schauen, wie viele solcher Nutzfahrzeuge im Dienst von Paketzustellern, den Telekom-Unternehmen oder auch den Energie-Anbietern unterwegs sind. Alle diese Unternehmen werden die Mehrkosten natürlich auf die Preise aufschlagen, das ist so sicher wie das Amen im Gebet.

Die Nutzfahrzeuge sind die Arbeitsgeräte der Wirtschaft, und wenn das Arbeitsgerät, welches man täglich benötigt, auf einmal um die Hälfte mehr kostet, muss man als wirtschaftlich rechnender Unternehmer diese Kosten weitergeben.

Vor allem, da es keine Alternative zu diesen Fahrzeugen gibt. Für die meisten Anwender wird ein Elektroauto nicht praktikabel sein, zudem sind auch diese Fahrzeuge noch auf absehbare Zeit von Haus aus um 50% teurer als jene mit Verbrennungsmotor.

Wenn dann im Winter die Reichweite von 300 Kilometern auf 150 Kilometer sinkt, wird man vor allem im ländlichen Bereich massive Probleme haben.

Die Regierung setzt mit der Erhöhung der NoVA wieder einmal ein völlig falsches Zeichen, was mit „Ökologisierung“, wie die NoVA-Erhöhung fälschlicherweise bezeichnet wird, rein gar nichts zu tun hat.

Diese Maßnahme wird nämlich für die Umwelt genau null bringen, dafür aber jeden Bürger mehr Geld kosten, das dann woanders eingespart werden muss. Dann kann man sich vielleicht nicht mehr die Bio-Lebensmittel vom Bauern um die Ecke leisten und wird billige Importe, die um die halbe Welt geschifft wurden, kaufen. Unter’m Strich wird diese NoVA-Erhöhung der Umwelt also vermutlich sogar mehr schaden als nutzen.

Etwas hat sich bei der Umsetzung der neuen NoVA auch noch sehr deutlich gezeigt, nämlich welch zahnlose und unnötige Institution die Wirtschaftskammer ist. Wenn die WKO nicht einmal eine solch massive Mehrbelastung von Unternehmern vom Tisch bekommt, selbst wenn die ihr am nächsten stehende Partei die größte Regierungspartei ist, hat sie eigentlich jede Existenzberechtigung verloren.

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