Peugeot und Total entwickeln neues „Le Mans Hypercar“

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Peugeot Sport und der Mobilitätspartner Total stellen die wichtigsten technischen Merkmale des Antriebsstrangs ihres Hypercar LMH – Peugeot HYBRID4 500KW vor.

Peugeot Sport hat seine Erfahrungen mit Langstreckenrennen (V12 und V8 Peugeot 908) und PSA Motorsport bei der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft (vier Zylinder) genutzt, um einen neuen 2.6 Liter Benzinmotor mit zwei Turboladern und 90 Grad-V6 zu entwickeln. Dieses 500 kW (680 PS) starke Kraftpaket, das sich hinter dem Fahrer befindet, bringt 165 kg auf die Waage und treibt die Hinterräder an.

(c) Peugeot

„Die Architektur des Peugeot HYBRID4 500KW-Antriebsstrangs ist das Ergebnis eines sehr detaillierten Briefings, das von den neuen FIA WEC-Vorschriften geprägt wurde“, erklärt François Coudrain, WEC Program Powertrain Director von Peugeot Sport. „Wir haben zunächst einen einzelnen Turbo in Betracht gezogen, aber das hätte uns daran gehindert, das Schwerpunktziel unseres Motors zu erreichen. Ein Twin-Turbo-V6-Block bietet die beste Kombination zwischen Technologie, Gewicht, Verpackung der Motorzubehörteile, Zuverlässigkeit und Leistung.“

Das robotisierte sequentielle Siebengang-Getriebe (plus Rückwärtsgang) wird von am Lenkrad montierten Schaltwippen gesteuert. Ebenso wird das von Peugeot Sport entwickelte Brake-by-Wire-System elektronisch gesteuert. Der Fahrer ist in der Lage, den Grad der Motorbremsung, die vom Elektromotor bei der Verzögerung erzeugt wird, und die Kraft, die von den Bremsbelägen auf die Bremsscheiben ausgeübt wird, einzustellen. Damit erreicht er eine optimale Aufteilung zwischen elektrischer Rückgewinnung und hydraulischer Bremsung. Ein optimales Energiemanagement, sowohl beim Beschleunigen als auch bei der Energierückgewinnung (durch die Vorschriften auf 200 kW begrenzt), wird folglich der Schlüssel zu Leistung und Effizienz des Fahrzeugs sein.

(c) Peugeot

Die Kühlflüssigkeiten und Motor-/Getriebeschmierstoffe spielen eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Hypercar von Peugeot Sport. Dabei kommen von Total maßgeschneiderte Prototypen für eine intensive Nutzung und lange Lebensdauer in einem breiten Temperaturbereich zum Einsatz. Total hat zudem spezielle Fette und Öle entwickelt, die eine Weiterentwicklung von Formeln aus den Erfahrungen im Motorsport sind. Die Ingenieure von Total werden als integraler Bestandteil des Teams an mehreren Rennen teilnehmen, um Proben zu nehmen und zu analysieren, sowie um die Lebensdauer der Baugruppen des Fahrzeugs im Laufe der Zeit zu überwachen.

Die von Peugeot Sport konzipierte 200-W-Motor-Generator-Einheit treibt die Vorderräder an. Diese Entwicklung entstammt der Erfahrung von PSA Motorsport, der kürzlich eingeführten Linie Peugeot SPORT ENGINEERED sowie dem Fachwissen von Peugeot und der Groupe PSA in den Bereichen Hybrid- und vollelektrische Mobilität. 

(c) Peugeot

„Die Motor-Generator-Einheit wird mit einem leichten, hocheffizienten Ein-Gang-Getriebe mit hohem Wirkungsgrad und einem Wechselrichter der neuesten Generation zur Übertragung der Batterieleistung auf den Motor ausgestattet sein”, sagt François Coudrain, WEC Program Powertrain Director von Peugeot Sport. „Sie wird die Fähigkeit haben, die gesamte in der Batterie verfügbare Energie dank der Energiemanagementsystemstrategien des Antriebsstrangs sofort zu nutzen. Die Erfahrung von PSA Motorsport in der WRC und der Formel E wird zur Entwicklung der Software beitragen, die für das Management der Computer- und Energiesysteme eingesetzt wird. Zu den Energiemanagementsystemstrategien des Antriebsstrangs zählen unter anderem die Rückgewinnung der Bremsenergie, die Leistung beim Beschleunigen, das Anti-Lag-System sowie ein reduzierter Kraftstoffverbrauch.”

Weitere Infos zu Peugeot unter www.peugeot.at

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