Technik in den Audi-Modellen von morgen – Teil 2

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Im zweiten Teil unseres Blicks ins die Audi-Zukunft erfahren Sie mehr über die OLED-Technologie, Hybridmaterialien in der Karosserie und Schraubenfedern aus GFK.

Gerade erst erfreuen wir uns über die ersten Serienmodelle mit LED-Scheinwerfern, schon ist die Entwicklung der nächsten Leuchtengeneration im vollen Gange.

(c) Audi

Das Kürzel “OLED” steht für “organic light emitting diode”. Im Gegensatz zu LEDs, die aus Halbleiter-Kristallen bestehen, handelt es sich hier um organische Polymere mit Halbleiter-Eigenschaften. Das pastöse Material liegt nanometerdünn zwischen einer Kathode und einer Anode, beide tragen leitende Beschichtungen.

Zwei plan polierte Glasplatten umschließen den Aufbau luft- und wasserdicht, ein Metallrahmen umschließt das Sandwich, das nur etwas mehr als einen Millimeter stark ist. Wenn man eine geringe Spannung anlegt, werden im elektrischen Feld Photonen emittiert – die Fläche leuchtet auf. Je dünner die Schicht, desto höher die Helligkeit. Verschiedene Polymere erzeugen unterschiedliche Farben.

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Aufgrund ihrer Transparanz kann man einzelne OLEDs hintereinander setzen, um die Farben zu mischen. Bis die OLEDs die derzeitigen Scheinwerfersysteme ablösen, werden aber noch viele Jahre vergehen. Während der Einsatz von OLEDs als Schlusslicht in relativ naher Zukunft erfolgen wird, kommen OLED-Bremslichter wohl erst in einigen Jahren.

Ebenfalls noch einige Zeit wird man auf die Hybridmaterialien in der Karosserie warten müssen. Diese sollen vor allem für noch weniger Gewicht sorgen und die Autos in Zukunft leichter machen.

(c) Audi

Das Geheimnis liegt in der Kombination zwischen Aluminium und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Verbindet man zum Beispiel beide Komponenten bei der B-Säule oder einem Schweller, verbessert man seine Festigkeit und sein Deformationsverhalten im Crash-Fall, verringert aber gleichzeitig auch das Gewicht.

Die Techniker beschäftigt dabei, wie man die Bauteile am besten miteinander kombiniert, um die jeweils optimalen Eigenschaften zu erzielen. An welchen Stellen bringen die Verstärkungen die größte Wirkung? Und was ergeben die praktischen Versuche, bei denen es um das Crash- oder Korrosionsverhalten der Komponenten geht?

Für ein geringeres Gewicht bei noch besseren Fahreigenschaften soll auch die Schraubenfeder aus GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff) sorgen, die ebenfalls bei Audi in Kooperation mit dem Patentinhaber SOFEFI entwickelt wird.

(c) Audi

Während eine heutige Stahlfeder an der Vorderachse eines Audi A4 noch 2,66 kg wiegt, soll die GFK-Feder nur 1,53 Kilogramm auf die Waage bringen. Erstmals sollen die neuen GFK-Federn im elektrisch angetriebenen Audi R8 e-tron ihre Premiere feiern, der noch 2012 auf den Markt kommen wird.

Im dritten und letzten Teil verraten wir dann erste Details zur Multitouch-Bedienung und dem vorausschauenden Fahrwerk.

 

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