Die Abzocke der Autofahrer geht auch 2020 weiter

Auch dieses Jahr hat die Regierung wieder einen Angriff auf die Geldbörsen der Autofahrer gestartet, ab Herbst wird es für viele Autokäufer nochmals teurer.

Schon bislang hat man in Österreich für den Kauf und den Besitz eines Autos deutlich mehr bezahlt als zum Beispiel bei unseren deutschen Nachbarn.

Während in Deutschland für jedes Auto der Steuersatz beim Kauf bei 19% liegt, kommt man in Österreich auf bis zu 52%.

Noch deutlicher sind die Unterschiede bei den laufenden Kosten, die sich ab September 2020 nochmals zu Ungunsten der Österreicher ändern.

Dann kommt nämlich bei uns eine neue Berechnungsformel für die „motorbezogene Versicherungssteuer“ zum Einsatz. Schon bei Kleinautos zeigt sich ab Herbst ein gravierender Unterschied zur Besteuerung der Autos zwischen Österreich und Deutschland.

Für einen Renault Clio TCe 130 sind in Deutschland pro Jahr 80,- Euro an Steuern fällig, in Österreich sind es ab Herbst für das gleich Fahrzeug 319,68 Euro, also knapp vier Mal so viel.

Auch bei einem kompakten Fahrzeug wie dem Mercedes A 200 Limousine zeigt sich ein mehr als deutlicher Unterschied. In Deutschland muss man pro Jahr für dieses Fahrzeug 86,- Euro an den Fiskus entrichten, in Österreich sind es ab September 552,96 Euro.

Besonders schlimm zeigt sich das Bild bei größeren Autos und Spaßfahrzeugen. Ist man jemand, dessen Herz für Autos schlägt, ist man in Österreich wirklich ein armer Hund.

Für einen Ford Mustang V8, der in Amerika in etwa so gängig ist wie bei uns ein Ford Focus und auch preislich in Amerika nicht teurer ist als bei uns der Focus, wird die motorbezogene Versicherungssteuer zur absoluten Kostenfalle.

(c) Stefan Gruber

Pro Jahr sind für dieses Auto nämlich 3.697,92 Euro an den Finanzminister zu überweisen, in Deutschland zahl man für das gleiche Auto 410,- Euro pro Jahr. In 10 Jahren hat man also 36.979,20 Euro nur an Steuern für dieses Auto bezahlt – das ist mehr als man in Amerika für den Neuwagen inkl. Steuern für 10 Jahre für das Auto zahlt!

Noch deutlicher wird der Unterschied in der Traumauto-Liga, für einen Mercedes-AMG GT 63S 4Door. Schon beim Kauf zahlt man in Österreich über 50.000,- Euro mehr Steuern, pro Jahr aber zahlt man in Österreich fast 12 Mal so viel an Steuern wie bei unseren Nachbarn. In Deutschland sind pro Jahr 404,- Euro zu zahlen, in Österreich 4,726,08 Euro.

Natürlich passiert das alles unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes, wer dies glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann, den Osterhasen und an Wahlversprechen von Politikern. Unterm Strich ist es reine Abzocke.

Nur weil wir in Österreich mehr für das Autofahren bezahlen müssen, wird sich das Klima nicht bessern, vor allem da alle sogenannten Umweltsteuern, wie NoVa und motorbezogene Versicherungssteuer nicht für Umweltprojekte verwendet werden, sondern nur in den Staatshaushalt fließen. Um dieses Geld leisten wir uns in Bezug auf die Einwohner die meisten und teuersten Politiker weit und breit.

Wie absurd der Versuch zur Änderung des Klimawandels durch höhere Steuern auf Autofahren in Österreich ist, zeigt alleine schon die Bedeutungslosigkeit unseres Landes aufgrund unserer Größe.

In Österreich werden pro Jahr knapp über 300.000 Neufahrzeuge mit bester Abgasreinigung zugelassen. Das sind pro Jahr weniger Fahrzeuge als in China in einer Woche neu zum Verkehr zugelassen werden, wobei diese Fahrzeuge zum großen Teil noch über eine Motorentechnologie verfügen, die man bei uns gar nicht mehr zugelassen bekommen würde.

In etwa ist es so, wie wenn einer versucht mit einem Teelöffel das Schwimmbecken zu leeren, während auf der anderen Seite einer im gleichen Zeitraum einen Kübel Wasser hineinschüttet.

Ja, es muss etwas für das Klima getan werden, nur eben das Richtige, und zwar global gesehen. Wir in Österreich werden die Welt auf keinen Fall retten, nur weil die Autofahrer ausgebeutet werden bis zum Erbrechen.

Es wird wegen der höheren Kfz-Steuern sicher keiner auf sein Auto verzichten (können), sondern anderswo einsparen. Dem Österreicher bleibt dann wieder weniger Geld übrig, und er kauft beim Discounter das T-Shirt aus einem Billiglohnland, das quer über alle Ozeane geschifft wird und einen schlechteren CO2-Abdruck hat als jedes Auto das bei uns derzeit neu zugelassen wird.

Man sieht, die Katze beißt sich auch hier wieder in den Schwanz, und unterm Strich haben nur wir weniger Spaß, dafür absurd hohe Steuern – und für’s Klima ist es schlechter statt besser.

 

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