VW Golf VIII – Fahrbericht

Im März 2020 geht die neue Generation des VW Golf an den Start. Wir konnten schon jetzt in Portugal erste Fahreindrücke mit der Neuauflage des Bestsellers sammeln.

Die 8. Generation des VW Golf ist komplett neu, aber dennoch ist der Golf ganz der Alte geblieben. Optisch erkennt man auch Generation Nr. 8 auf Anhieb als Golf wieder.

(c) VW

Serienmäßig verfügen jetzt alle Golf-Versionen über LED-Scheinwerfer und LED-Heckleuchten, im Vergleich zum Vorgänger ist die Frontpartie aber nicht mehr so bullig gestaltet und auch niedriger.

Das Heck zeigt sich mit geschärften Kanten sehr dynamisch und gefällt mit der markanten Lichtsignatur der Rückleuchten. Der neue Golf ist mit einer Länge von 428,4 cm nur um 26 mm gewachsen, ist aber um 36 mm niedriger, wodurch er optisch noch dynamischer wirkt.

(c) VW

Komplett neu gestaltet zeigt sich der Innenraum, der serienmäßig mit einem 10“-Digitalcockpit ausgerüstet ist und auch in der Basisversion schon über das „Composition“-Infotainmentsystem mit 8,25“-Touchscreen verfügt.

Auf Wunsch gibt es auch ein 10“-Touchscreen, über den sich so gut wie alle Funktionen steuern und konfigurieren lassen. Überhaupt hat man das Gefühl, der neue Golf ist nicht mehr für die „Generation Golf“ gebaut, sondern für die „Generation Playstation“.

(c) VW

Der Golf bietet eine Vernetzung bis ins letzte Detail, und man kann sich auf Wunsch auch den Spion von Amazon, Alexa, ins Auto einbauen lassen. Zudem kann für jeden Fahrer ein eigenes Profil angelegt werden, das auch alle Einstellungen in einen anderen Golf VIII mitnimmt, wenn er sich mit seinem Profil im Fahrzeug anmeldet. Vom Sitz über die Spiegeleinstellung bis zur Klimasteuerung werden dann alle Parameter übernommen.

Man kann sich auch Apps via Touchscreen kaufen und auch via Smartphone Fahrzeugdaten abrufen oder anderen Menschen virtuelle Schlüssel für das Fahrzeug freischalten. Natürlich gibt es auch eine Sprachsteuerung, und der Golf folgt einem aufs Wort, sofern man Dinge verlangt, die man ihm beigebracht hat.

(c) VW

Natürlich bietet der neue Golf VIII auch alle gängigen Features, die im Beriech der Assistenzsysteme verfügbar sind, von Matrix LED-Scheinwerfern, die für eine perfekte Ausleuchtung der Straße sorgen, bis zum adaptiven Tempomat mit Stauassistent ist alles verfügbar. Sogar die „Car to X“-Technologie hält im neuen Golf Einzug.

Zum Start im März 2020 wird man den Golf mit 1,5 Liter TSI mit 130 PS (96 kW) oder 150 PS (110 kW), als 2,0 TDI Mit 115 PS (85 kW) oder 150 PS (110 kW) oder als Mild-Hybrid mit 1,5 eTSI mit 150 PS (110 kW) haben können.

(c) VW

Später kommen weitere Motorvarianten von 90 PS (66 kW) bis 245 PS (180 kW) hinzu, wobei das vorläufige Topmodell mit 245 PS über einen Plug-in-Hybrid-Antrieb verfügt. Den 1,4 TSI Plug-in-Hybrid soll es auch mit 205 PS (150 kW) geben, beide Plug-in-Hybrid-Modelle sollen Mitte 2020 starten. Erst Ende 2020 soll mit dem 1,5 TGI ein 130 PS (96 kW) starkes Erdgasmodell die Palette abrunden.

Bei einer ersten Ausfahrt in Portugal konnten wir schon Fahreindrücke mit dem 2,0 TDI und den 1,5 eTSI mit jeweils 150 PS (110 kW) und 7-Gang-Doppelkuppungsgetriebe sammeln.

(c) Stefan Gruber

Gleich zum Start ist uns positiv aufgefallen, dass der Touchscreen angenehm hoch positioniert ist und man auch den Lichtschalter gleich neben dem Tacho positioniert hat, wodurch man nun endlich mit einem Blick sieht, ob das Licht an ist oder nicht.

Das Cockpit wirkt sehr modern und glänzt auch mit einem schönen Materialmix. Nicht ganz so überzeugen können die Kunststoffe der Türverkleidung, die Großteils aus Hartplastik sind, was zum sonst so noblen Ambiente nicht richtig passt.

(c) Stefan Gruber

Sonst fällt sofort auf, dass es im Cockpit kaum noch Tasten gibt, alles erfolgt über Touch-Steuerung. Unter dem Touch-Bildschirm gibt es eine ebenfalls berühungssensitive Steuerung für Klima und Lautstärke. Ob über die vielen Menüs und Untermenüs die Handhabung wirklich leichter geworden ist, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen.

(c) VW

Ganz der Alte ist der Golf wenn es um den Fahrspaß geht. Beide Triebwerke liefern schon von unten heraus viel Kraft, wobei sich der neue eTSI nochmals deutlich agiler anfühlt als der bewährte TDI. Der eTSI liefert aus jeder Drehzahlregion souverän seine Kraft und sprintet in nur 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Diesel benötigt mit 8,8 Sekunden nur unwesentlich länger.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt beim eTSI bei 224 km/h, beim TDI bei 223 km/h. Eine sehr direkte Lenkung und eine gute Geräuschdämmung haben ebenfalls beide Modelle.

(c) VW

Der neue VW Golf VIII ist auf der einen Seite also wirklich wie gewohnt, im Detail aber dennoch ganz anders. VW setzt auf die totale Vernetzung im neuen Golf und auf sparsame Antriebe. Ober er damit seine Nr. 1 Position auch in 8er-Generation verteidigen kann, wird man ab März 2020 sehen, wo die ersten Exemplare zu den Händlern rollen. Der Basispreis für den 90 PS TSI soll unter 22.000,- Euro liegen.

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