Hyundai i30 N Fastback Performance – Testbericht

Wir haben die sportlichste Version des neuen Hyundai i30 Fastback getestet und verraten, warum sich gerade dieses Modell von der breiten Auswahl an sportlichen Modellen abhebt.

(c) Stefan Gruber

Mit dem i30 Fastback hat Hyundai eine einst sehr beliebte Karosserieform zu neuem Leben erweckt. Die elegante Linienführung steht dem kompakten Hyundai sehr gut, im Falle des i30 N Fastback hat sich zudem noch eine ganz sportliche Seite hinzugefügt.

Optisch besticht die N-Version nämlich mit den typischen N-Anbauteilen, die dem Fahrzeug noch mehr Dynamik verleihen, der eleganten Linienführung der Serienversion aber nicht schaden.

Zudem sind die Änderungen so gelungen, dass man dem i30 N Fastback zwar seine Kraft auf den ersten Blick ansieht, er aber dennoch nicht übertrieben mit seiner Kraft prahlt.

Wie schon beim i30 N kann auch der i30 N Fastback in zwei Versionen geordert werden. Für unseren Test haben wir die stärkere „Performance“-Variante gewählt – wenn schon, denn schon muss man sagen.

(c) Stefan Gruber

Im Listenpreis von 41.490,- Euro ist schon eine überkomplette Serienausstattung an Bord, lediglich die Polar White-Lackierung hat den Preis um 150,- Euro auf 41.640,- Euro erhöht.

Neben der sportlichen Außenoptik kann der i30 N Fastback Performance unter anderem auch noch mit 19“-Leichtmetallrädern, Voll-LED-Scheinwerfern, LED-Heckleuchten, dem „N Grin Control System“mit fünf verschiedenen Drive-Modi, einer Sportabgasanlage mit variabler Klappensteuerung, Einparkhilfe vorne und hinten, Tempomat, Sportsitzen, einer 2-Zonen-Klimaautomatik, einem Infotainmentsystem mi 8“-Touchscreen inkl. Navi, einer Rückfahrkamera, Sitzheizung vorne, dem Smart Key und vielem mehr aufwarten.

Der Blick in den Innenraum zeigt, dass Hyundai auch hier die Sportlichkeit des Fahrzeugs nochmals unterstreichen möchte.

(c) Stefan Gruber

Im Vergleich zu den anderen i30 Fastback-Modellen kann die N-Version mit Velour/Ledersportsitzen, einem griffigen N-Sportlenkrad, Alupedalerie und jeder Menge roter Zierstreifen einen sehr sportlichen Charakter in den Innenraum zaubern.

Gleich geblieben sind das hohe Maß an Funktionalität, die einfache Bedienung, die vielen Ablagen und eine Verarbeitung, auf die manche Premium-Hersteller neidisch wären.

Hinzu kommt ein großzügiges Platzangebot auf allen Plätzen, die vorderen Passagiere werden zudem durch die wirklich hervorragenden Sportsitze verwöhnt, die besten Halt geben, aber dennoch sehr bequem sind.

(c) Stefan Gruber

Sehr geräumig zeigt sich auch der Kofferraum, der mit einem Fassungsvermögen zwischen 436 und 1.337 Litern aufwarten kann. Etwas störend ist bei umgeklappten Sitzen nur die Strebe, die dem Fahrzeug eine bessere Steifigkeit geben soll, aber beim Durchladen von Transportgut etwas im Weg ist.

Dennoch zeigt sich der i30 N Fastback durch diese Karosserieform als sehr familientaugliches Fahrzeug, mit dem man auch gerne auf Urlaub fahren kann.

Für extrem viel Fahrspaß sorgt dabei der 2,0 Liter-Turbo-GDI-Motor mit einer Leistung von 275 PS (202 kW), der zwischen 1.450 und 4.700 U/Min ein maximales Drehmoment von 353 Nm liefert.

(c) Dr. Marianne Skarics-Gruber

Was sich am Papier schon mal gut liest, fühlt sich in der Praxis nochmals um einiges besser an. Der i30 N Fastback kann mit einer Kraftentfaltung aufwarten, die man bislang nur von reinrassigen Sportautos gewohnt war.

Schon von unten heraus liefert der Motor viel Drehmoment und eine enorme Schubkraft. Bevor der Motor warm ist, mahnen Kontrollleuchten am Drehzahlmesser, den Motor nicht zu sehr zu beanspruchen.

Einmal warm gelaufen giert das Triebwerk aber förmlich danach so bewegt zu werden, wie man es am Nürburgring bei der Erprobung gemacht hat.

Schon im normalen Fahrmodus erlebt man so viel Fahrspaß, dass man gar nicht glaubt, dass dieser noch gesteigert werden kann.

(c) Dr. Marianne Skarics-Gruber

Doch via Tastendruck am Lenkrad kann man noch den Sport-, oder gar den N-Modus wählen, bei denen alle Systeme nochmals geschärft werden. Im Individual-Modus kann man zudem seinen i30 N Fastback nach seinen eigenen Wünschen konfigurieren.

Auch der Touchscreen verfügt über einen eigenen N-Modus, bei dem man den Turbo-Status, das momentane Drehmoment, die gerade gelieferte Leistung oder die G-Kräfte abrufen kann. Auch eine Zeitnehmung ist via Touchscreen möglich.

Hat man den N-Modus gewählt, wird auch der ohnedies schon sehr kernige Sound des Turbo-GDI-Motors nochmals dramatisch geschärft. Sehr sportlich abgestimmt zeigt sich auch das manuelle 6-Gang-Getriebe, das mit kurzen Schaltwegen aufwarten kann.

(c) Stefan Gruber

Ein Doppelkupplungsgetriebe wäre dennoch schön, da man selbst die Gänge trotz knackiger Schaltkulisse manuell nie so schnell wechseln kann, wie dies ein Doppelkupplungsgetriebe schafft.

Wer die volle Kraft ausnutzt, erreicht aus dem Stand heraus nach 6,1 Sekunden die 100 km/h-Marke am Tacho. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h und sollte damit auch mehr als ausreichend sein.

Beim Zwischensprint zeigt sich der i30 N Fastback ebenfalls von einer absolut sportlichen Seite, selbst im höchsten Gang aus mittlerem Tempo kann man noch beherzt davon sprinten. Eine Klasse für sich ist die Straßenlage.

(c) Stefan Gruber

Der i30 N Performance liegt sensationell auf der Straße und bringt trotz Frontantrieb die Kraft immer perfekt auf den Asphalt. Zu verdanken ist das auch dem aufwändig konstruierten „N Corner Carving Differential“, das bei Kurvenfahrt für optimale Kraftverteilung sorgt und Untersteuern deutlich vermindert.

Ganz auf Sportlichkeit getrimmt zeigen sich auch Fahrwerk und Federung. Der i30 N Fastback ist so straff abgestimmt, wie man es sonst auch nur bei reinrassigen Sportautos kennt. Personen mit beleidigtem Rücken werden mit dem i30 N Fastback nicht gerade viel Freude haben, alle anderen werden aber von den daraus resultierenden Vorteilen begeistert sein.

(c) Stefan Gruber

Beim Verbrauch zeigt sich der i30 N Fastback noch als recht zurückhaltender Geselle. Die vom Werk angegebenen 7,8 Liter sind im Eco-Modus bei sachtem Gaspedaldruck durchaus im Bereich des Möglichen.

Wir sind im Schnitt auf einen Verbrauch von 9,1 Liter gekommen, haben aber natürlich in unserem Test eher den N-Modus in Betrieb gehabt und auf den Eco-Modus komplett verzichtet. Wer sich einen solch sportlichen Kompaktwagen zulegt, wird auch eher kaum in die Verlegenheit kommen, im Eco-Modus unterwegs zu sein.

Der Hyundai i30 N Fastback ist wirklich auf absolute Sportlichkeit getrimmt. Er bietet Fahrspaß pur und ist dennoch sehr familientauglich geblieben. Mit seinem eleganten Fließheck hebt er sich zudem von allen Mitbewerbern im Segment deutlich ab.

Was uns gefällt:

Das sportliche Design, der Innenraum, die Sportsitze, der Fahrspaß, Fahrwerk und Federung, Straßenlage, der Motor, der Motorsound, die Alltagstauglichkeit

Was uns nicht gefällt:

Ein Doppelkupplungsgetriebe wäre als Option schon recht fein

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-

Ausstattung Komfort: 1

Verbrauch: 3

Fahrleistung: 1

Fahrverhalten: 1

Verarbeitung: 1

Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1

Platzangebot Rückbank: 2

Kofferraum : 1-

Ablagen: 1

Übersichtlichkeit: 1-

Fact Box Hyundai i30 N Fastback Peformance 2,0 T-GDI

Preis in Euro
Testwagenpreis ohne Extras 41.490,00
Testwagenpreis mit Extras: 41.640,00
davon Steuern 11.466,08
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.998
Leistung PS/KW 275/202
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 353/1.450 – 4.700
Getriebe 6 Gang Manuell
Antriebsart Frontantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 6,1
Höchstgeschwindigkeit in km/h 250
Verbrauch Stadt in Liter 10,6
Verbrauch Überland in Liter 6,1
Durchschnittsverbrauch in Liter 7,8
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 178
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 445,5
Breite in cm 179,5
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 141,9
Radstand in cm 265,0
Kofferraumvolumen in Liter 436 – 1.337
Tankinhalt in Liter 50
Leergewicht in kg 1.520
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 1.950
Max. Zuladung in kg 430
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